Xaver Leonhard Lichtblau, Liebe. Ficken. Tod.

Bild: pixabay.com/ClkerFreeVectorImages

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Schwarze Geschichten, die uns schaudern machen – das ist die Sammlung von Kurzgeschichten, die Lichtblau vorlegt. Sie sind zeitlos verzweifelt …  

Die Liebe und der Tod – war da noch was?

Mit seinen Schwarzen Geschichten Liebe. Ficken. Tod. haut uns Lichtblau um. Erstens, weil die Geschichten von einer Brutalität sind, die wir so kaum aushalten können. Es sind Arrangements der Lust – die jäh in Kälte umschlagen. In eisige Kälte. Wenn wir sie lesen, wandern uns langsam die Schauer den Rücken hinunter. Wir versuchen, der nackte Verzweiflung zu entkommen, dem Nichts auszuweichen. Irgend etwas ist stärker, zieht uns magisch in seinen Bann. Wir wundern uns, wie das ein Mensch aushalten kann. Wie jemand so etwas schreiben kann.

Wer ist Lichtblau?

Wer ist Lichtblau? Was ist das für ein leichter, heiterer, unbeschwerter Namen. Und was für eine Kälte ist um den Schreiberling? Uns erfasst ein Strudel der Leere und der Verzweiflung. Schwarze Schatten jagen uns, wir hören das Wolfsgeheul unserer Albträume.
Und dann lesen wir genauer; und sind verblüfft und fasziniert, wie kunstvoll, wie gelungen doch diese Geschichten sind. Wie sie meisterhaft gebaut sind, wie sie ihre ganze Verzweiflung in leisen Sätzen, die sich steigern, offenbaren; und wir schaudern wieder – weil die Sprache so sitzt. So schön ist. So treffend.

Lichtblau lässt uns fast verzweifeln

Wie kann man nur so brillant schreiben – und uns so verzweifelt zurück lassen? 
Was bleibt? Nur Kälte? Nur Verderben? Nun, es bleibt auch ein bacchantisches Lachen am Abgrund der Lust. Müssen wir Lichtblau ernst nehmen? Und ob. Und seine Geschichten? Sie setzen Maßstäbe. Aber, und das verwundert zunächst: Über sie dürfen wir auch einmal schmunzeln – sie stellen das Gefüge unserer Lust auf den Kopf. Lichtblau – das ist hohe Kunst in gut abgehangenen Geschichten. Sie zeigen die Kunst der Kurzgeschichte auf ganz hohem Niveau; ohne künstlich zu sein.

Ein Trost? Erotische Geschichten!

Vielleicht der, dass Lichtblau noch am Leben ist. Wer solche Kälte überlebt, wer eine derartige Leere aushält, der geht nur gestärkt aus der ganzen Sache heraus. Und das ist auch ein Trost für uns – die Geschichten können uns stark machen.
In Liebe. Ficken. Tod liegt die ganze Kälte der Welt
Lichtblau hat einmal gesagt, das er in seine Geschichten die ganze Kälte der Welt gepackt hat, um sie zu überleben. Was ist diese Welt doch für ein grauer, eiskalter Ort. Also haben die Geschichten Lichtblau geholfen, zu überleben. Und das ist ihm manchmal arg schwer gefallen; seit der Jugend quälten ihn Depressionen, die er erst im Laufe der Jahre in den Griff bekam, als er erkannte, was ihm fehlt. Aber er schaffte das.

Etwas Versöhntes mit dieser Welt?

Nun sollten wir nicht denken, Lichtblau litte nur an seiner Psyche – denn seine Psyche litt an der Welt.
Aber er hat, als tapferer Kerl, dem Leben auch seine schönen Seiten abgetrotzt. Das macht die Geschichten doch wieder erträglich. Und uns bleibt die Hoffnung, noch einiges mehr von diesem begabten Schriftsteller zu lesen. Vielleicht auch etwas Versöhntes mit dieser Welt.

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Für Lichtblau-Freaks … das Cover gibt es als Tasse
Lichtblaus Schwarze Erotik
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Wagst du es? Liest du sie?

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