Max Kruse, Urmel taucht ins Meer

Bild: pixabay.com/OpenClipartVectors

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Max Kruses Buch Urmel taucht ins Meer ist ein Muss für alle Urmel-Fans. Denn in seinem dritten Abenteuer geht es in die Tiefen des Ozeans – und natürlich warten dort für Urmel und seine Freunde wieder eine Menge Abenteuer.

Wenn die Tiere Professor Habakuk Tibatong nicht hätten, dann könnte sie nicht sprechen. Und sie würden wahrscheinlich nicht halb so viele Abenteuer auf der Insel Titiwu und anderswo erleben. Denn der durch und durch schusselige Professor ist ein begnadeter Erfinder. Und seine Erfindungen helfen Urmel, Wutz, Schusch, Ping Pinguin, Wawa und Tim Tintenklecks diesmal, ihre Abenteuer im Meer zu erleben. Einfach, weil der Professor eine Pille erfunden hat, mit der man ganz lange unter Wasser tauchen kann. Bevor das aber soweit ist, will er erst noch zur ollen Krabbe vordringen, um mit ihr zu sprechen. Der Professor mutmaßt, dass die Krabbe eine Menge zu erzählen hat –  hat sie auch, wie sich später herausstellt.

Krabbe ist verschüttet

Doch die Krabbe ist im ersten Abenteuer verschüttet worden. Wie gut, dass die Freunde vom zweiten Abenteuer auf dem Stern Futura den Erdwolf mitgebracht haben, mit dessen starken Laserstrahlen man Erde, Geröll und Fels durchdringen kann.
Der Professor bringt der Krabbe das Sprechen bei – oder vielmehr das Gestikulieren.
Und so erfahren die Freunde, dass die Krabbe vor den Seeungeheuern in die Höhle geflohen ist.
Seeungeheuer sind natürlich eine höchst spannende Geschichte, die sich der Professor nicht entgehen lassen will.
Zum Glück hat er ja die Tauchpillen.
Und so wird es wieder mal höchst abenteuerlich – diesmal in den Tiefen des Ozeans. Und Urmel macht auch jede Menge Unfug.
Tolles Buch.

Auf zum Urmel

Bild: pixabay.com/Robert Greene

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Die Abenteuer mit Löwe, dem Sultan und dem Kamel gehen weiter – diesmal ganz ohne Kim, Ra und Pips. Dafür mit einer fiesen Verschwörung.
Üble Verwandtschaft

Wie übel Verwandtschaft sein kann, das erfahren Löwe und seine Freunde auf der Rückkehr von ihrem jüngsten Abenteuer mit Mister Knister. Denn die drei sind gerade auf ihrem Rückflug von der Stadt Neulöwenburg nach Sultanien, wie sie wegen Löwes Heldenmut jetzt heißt, da bittet sie ein Flamingo um Hilfe.

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Prinz Panja ist fast alleine

Dem jungen Prinzen Panja sind die Eltern weggestorben, ihm bleiben nur noch die schlaue Kobra, der starke weiße Elefant und er natürlich, der Flamingo. Mit diese Häuflein Getreuen muss Panja der Übermacht seines Onkels trotzen, des fiesen und verschlagenen Rao, der die Macht an sich reißen und König von Nekaragien werden will.
Und dabei kann er unter anderem auf den gespenstischen Burgrat Gibbon und General Blech mit seiner schier unüberschaubaren Blechbüchsenarmee bauen.
Das Schlimmste aber ist. Prinz Panja erkennt die Gefahr nicht, in der er schwebt. Er glaubt nicht den Warnungen vor den finsteren Pläne seines Onkels.

Hilfe kommt durch die Luft

Keine Frage, die drei Freunde auf ihrem fliegenden Teppich ändern schnurstracks die Flugrichtung und machen sich auf in das Land, das eigentlich niemand kennt – oder, das nur in der Fantasie existiert.
Aber die Fantasie der Drei ist so stark, dass sie das Land finden und den Kampf gegen den finsteren Rao aufzunehmen. Doch das ist nicht so einfach. Zu stark scheint der fiese Onkel zu sein. Und mit Professor Nomus und seinen starken Teleskopen sieht der Finsterling alles.

Prinz und Löwe gefangen

Die Lage spitzt sich zu, als die Schildkröte des Rao den fliegenden Teppich der drei Freunde klaut, und der Prinz bei einem inszenierten Kampf zwischen Löwe und General Blech in eine Falle und dann in Gefangenschaft gerät. Jetzt erkennt er die Verschlagenheit seines Onkels – aber ist es nicht schon zu spät? Guter Rat ist teuer.
Später gerät auch noch Löwe in Gefangenschaft, trotz seiner Schlauheit. Und selbst die listige Kobra kann ihn nicht daraus befreien.

Atemberaubende Lösungen

Max Kruse hat in seinem Kinderbuchklassiker dafür gesorgt, dass die Spannung nicht ausgeht und sich eine Hürde nach der anderen vor unseren Freunden aufbaut – aber er sorgt auch dafür, dass die ganze Sache gut ausgeht. Manchmal mit abenteuerlichen Finten und Volten in seiner Geschichte. Sie mögen atemberaubend sein, lustig sind sie immer. Und sie schaffen es, durchaus kindgerechte Lösungen anzubieten. In der Fantasie der Kinder funktioniert eben manches anders als bei Erwachsenen.

Starke Charaktere

Die Löwen-Reihe bietet zudem starke Charaktere, vor allem in der Tierwelt. Das macht sie einerseits spannend, andererseits sind die Bücher eine prima Lektüre für Kinder. Und ganz nebenbei lernen sie, alle Geschöpfe zu respektieren; naja, mit Ausnahme vielleicht von Rao und Gibbon. Aber selbst der Blechbüchsen-General entscheidet sich schließlich für die richtige Seite. Ihm ist später, Kruse-Fans wissen das, als Don Blech, eine eigene Reihe gewidmet.

Max Kruse, Gut gebrüllt, Löwe, Thienemann Verlag, ISBN 10: 9783522169141,ISBN 13: 978-3522169141, 9,90 Euro.
 
Brüll mit dem Löwen!

Kruse, Max: Kommt ein Löwe geflogen

Bild: pixabay.com/Unsplash

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Im zweiten Band der Löwe-Reihe lässt Kinderbuchautor Max Kruse die illustre Heldenschar ein weiteres spannendes Abenteuer erleben.
Der Löwe ist zurück. Und wie …

Der Löwe kehrt zurück – auf dem fliegenden Teppich durch die Luft. War er im ersten Band noch das aus dem Zoo entflohene, vermeintlich gefährliche Raubtier, ist er jetzt sogar der Polizeipräsident von Sultanien. Das passt natürlich, denn Löwe war nie gefährlich (das hat immer nur Frau Wisstihrschon) vermutet; und ein paar andere Angsthasen.) Aber Pips hat gleich gewusst, dass Löwe gar nicht gefährlich ist, sondern liebe und schlau und mutig und stark.Und deshalb isst sie auch seine beste Freundin geworden.

Mutiger und starker Löwe

Aber so einen mutigen und starken (und lieben) Kerl ernennt man gerne zum Polizeipräsidenten von Sultanien – vor allem, wenn er dem Sultan so toll hilft wie Löwe in seinem ersten Abenteuer.
Aber alle anderen sind auch dabei – Doc, der Tierarzt, Kim, der Kater Schipp, der Hund Wu, der Rabe Ra und das Kamel, der persönliche, weise, aber ein wenig ängstliche Berater de Sultan; dann der Sultan natürlich und eine Menge anderer Leute, die wir schon kennen.
Eine wichtige Rolle fällt Totokatapi zu, der jetzt Minister für Angelegenheiten des angenehmen Lebens in Sultanien ist – eine durchaus verantwortungsvolle Position.

Totokatapi erbt ein Kaufhaus

Die ganze Geschichte beginnt, dass Totokatapi das Kaufhaus von Onkel Pitt in der kleinen Stadt Irgendwo erbt. Doc bekommt von Rechtsanwalt Schlau einen Brief, in dem er mitteilt, dass Totokatapie erbt. Mit diesem Brief fliegen sie in Docs Flugzeug nach Sultanien.

Löwenstarkes Team !

Das gibt ein Wiedersehen!

Aber genau in diesem Moment bekommt Sultanien Besuch vom finsteren Mister Knister mit seinem Krokodil. Der tauscht den Brief von Rechtsanwalt Schlau in einem unbedachten Moment aus und verabschiedet sich.

Der fiese Mister Knister

Und als unsere Freunde auf der Leuchtturminsel mit ihren dortigen Freunden vom ersten Abenteuer feiern, sperrt sie Mister Knister im Leuchtturm ein und zerstört Docs Flugzeug. Jetzt hat er jede Menge Zeit, sich schwarz anzumalen wie Totokatapi und sich zu Rechtsanwalt Schlau aufzumachen. Im Handumdrehen gehört das Kaufhaus dem finsteren Gauner.
Aber die Freunde geben nicht auf. Sie besorgen sich Boote und machen sich in die kleine Stadt auf. Aber dort klebt ihnen erst einmal das Pech an den Hacken. Sie werden verhaftet, Löwe kommt in den Zoo zurück.

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Ra ist ein ganz schlauer Rabe

Und jetzt kommt Ras große Stunde, der schlaue und mutige Rabe hat maßgeblichen Anteil daran, die Freunde zu befreien und schließlich den Schuft zu überwältigen.
Das zweite Buch der Löwen-Reihe ist spannend und wieder bevölkert mit liebenswerten und oft knorrigen und kauzigen Charakteren. Besser als der erste Löwe jedenfalls. Das Schöne an Kruses Kinderbüchern ist, dass die Leser den Charakteren in einer Vielzahl von Büchern und Abenteuern immer wieder erleben.

Max Kruse, Kommt ein Löwe geflogen, Axel Juncker Verlag, mit CD-ROM, nur noch Restbestände und antiquarisch zu haben, ISBN 3-558-72139-X.
Spiel doch mit dem Löwen …

Kruse, Löwe, Wahnsinn!

Bild: pixabay.com/plasterbrain

Im vierten Band der Löwen-Reihe bekommen es die drei Freunde Sultan, Kamel und Löwe mit drei teuflischen Gesellen zu tun. Es ist die Fortsetzung von Max Kruses erzählerischem Wahnsinn im besten Sinne und auf höchstem Niveau.

Drei schreckliche Gestalten

Sultan, Kamel und Löwe sind immer noch auf der Heimreise von Neulöwenburg – wie die kleine Stadt Irgendwo seit neustem heißt in Erinnerung an die Heldentaten von Löwe. Sie machen noch einen Abstecher auf die Papageienpflegerinsel von Nenekiki und ihren Eltern – da erfahren sie, dass drei schreckliche Gesellen auf ihrem Schiff mit Namen „Hölle“ die Weltmeere unsicher machen. Und auf ganz gemeine Weise die Schiffe kapern und ausrauben. Sie setzen nämlich die Leuchttürme an den Küsten außer Gefecht und rauben die aufs Riff oder Sandbänken aufgelaufenen Schiffe aus.

Der Sultan greift ein

Klar, dass Sultan und Löwe das nicht dulden können. Schließlich geht ihnen beiden alle Schlechtigkeit gegen den Strich – und sie müssen alles tun, um den Schurken das Handwerk zu legen. Kamel ist eigentlich auch dieser Meinung. Nur hat das empfindsame Tier langsam die Nase voll von der ewigen Herumreiserei auf dem schwankenden fliegenden Teppich. Es sehnt sich nach dem gemütlichen Sultanspalast, seinen Pantoffeln und der Wasserpfeife. Aber Sultan lässt sich nicht beirren und steuert die „Hölle“an.

Die Bösewichter bleiben unbeeindruckt

Wer meinte, dass sich die drei wilden Gesellen von den drei seltsamen Gestalten auf dem fliegenden Teppich beeindrucken und von ihrem finsteren Handwerk beeindrucken lassen, der täuscht sich. Die lachen die Drei aus und jagen ihnen eine Kanonenkugel um die Ohren, sodass sie schnell abdrehen und das weite suchen.

Endlich zu Hause

Also geht es endlich nach Hause – doch für das Kamel beginnt jetzt eine furchtbare Leidenszeit. Es macht einen langen Spaziergang, um den Sultan daran zu hindern, so bald wieder abzureisen. Doch es fällt unter die Räuber, die es ins Nachbarland verkaufen. Es muss weite Wüsten durchwandern und sehnt sich nach Löwe und Sultan – und sei es auf dem fliegenden Teppich.

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Kamel im Pech, Sultan im Pech

Aber auch der Sultan hat Pech: Sein fliegender Teppich wird geklaut, an einen Teppichhändler verschachert – und der verkauft das wertvolle Ding an Lord Pampelmouse aus England. Schwuppdiwupp ist das gute Stück auf eine lange Reise nach Europa unterwegs. Also müssen Sultan und Löwe, begleitet vom tapferen Kakadu Ka, mit dem Boot aufbrechen, um auf die Leuchtturminsel zu kommen. Sie befürchten nämlich, dass die drei Seeräuber der „Hölle“ ihre Freunde dort überfallen wollen, um den Leuchtturm auszuschalten und die Schiffe auf die Sandbänke auflaufen zu lassen. Und genauso ist es, die Retter kommen erstmal zu spät.

Geniales Ende

Max Kruse hat auch diesmal wieder ein höchst lesenswertes Kinderbuch über Löwe und seine Freunde geschrieben. Mit vielen Abenteuern, die sie ganz schön auf Trab halten. Und einem Ende, das aufhorchen lässt und in dem der gespenstische König Owigern von der Mitternachtsinsel eine wesentliche Rolle steht. Es ist ein geniales und hoffnungsfrohes Ende, das viel über das positive Menschenbild des beliebten Autors erzählt. Doch das verrät der Rezensent nicht.

Max Kruse, Löwe gut, alles gut, Thienemann Verlag, ISBN 10: 3522169158, ISBN 13: 978-3522169158, 9,90 Euro.

Da geht’s zum Löwen …

Max Kruse, Der Löwe ist los

Bild: pixabay.com/PublicDomainPictures

Mit und ohne Augsburger Puppenkiste – Max Kruses Der Löwe ist los erzählt eine Geschichte, die auch nach über 50 Jahren so frisch ist wie am ersten Tag. Manche Sequenzen des Buchs sind nahezu dadaistisch in ihrer Sprache …

Kruses Klassiker

Kann man sich Max Kruses Kinderbuchklassiker Der Löwe ist los von 1952 tatsächlich ohne die so bayerisch wie anarchische Umsetzung der Augsburger Puppenkisten vorstellen? Aber natürlich – denn die Augsburger waren klasse, ohne Zweifel. Aber sie waren nur kongenial. Die Genialität der Geschichte stammt von Max Kruse. Und die kommt immer noch am besten rüber, wenn wir sie lesen.

Glück muss man haben

Wobei eines aus klar ist: Die meisten Menschen kennen den Löwen wohl als Schauspiel der Puppenkiste. Und ohne die Umsetzung für Marionetten und die Ausstrahlung im Hessischen Rundfunk wäre Kruses Buch nicht solch ein Erfolg geworden. Glück muss der Mensch eben haben. Aber Kruse hat ihn verdient; das ist auch klar.

Starke Geschichte

Andererseits ist die Geschichte einfach stark. In der Anarchie einer Perspektive, die sich radikal an die Sicht aus Kinderperspektive hält. Und die Frechheit, einfach einen Roman zu schreiben, in dem die Tiere und die Kinder das Sagen haben, und erwachsene höchstens hilfreich und nett sind – aber ohne die Kinder und Tiere aufgeschmissen. Oder die Erwachsenen sind doof oder fies. Und in dem die Tiere, wie selbstverständlich, reden können.

Der Löwe ist los – ein unübersichtlicher Erzählstrang

Und noch etwas anderes ist anarchisch: Die anfangs schier unüberschaubare Menge an Personen, die gleichberechtigt und nebeneinander auftreten, kurz handeln, dann wieder verschwunden, um an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Eine erkennbare, logische Handlung gibt es oft nicht. Das ist ein großes Gewurstel und hätte keine Chance, in einem der heutigen auf Erfolg gebürsteten Kinderbücher zu erscheinen. Das macht Kruses Löwen so wohltuend anders. Vor allem für Kinder, die ganz andere Genüsse aus Geschichten ziehen als Erwachsene. Logik? Pfft! Und noch etwas: Manche Sequenzen sind nahezu dadaistisch in ihrer Sprache …

Starke Sätze im Löwenbuch

Und was die Sprache betrifft, so finden wir Sätze, die ein unglaubliches Eigenleben besitzen, die stark sind und manchmal einfach erratisch nebeneinander stehen. Das gibt ihnen einen Hauch von Dada. Kostprobe: „Heute morgen haben sie es im Radio gesagt.“ „Haben sie auch gesagt, ob Löwen nur Riesen, Antilopen und Menschen fressen oder auch Hunde?“, fragte Wu (der Hund).

Wie entstehen Gerüchte?

„Natürlich auch Hunde“, sagte Frau Wisstihrschon. „Das dachte ich mir“, knurrte Wu. Er sah zum Fenster hinaus und sagte besorgt. „Ich glaube, es gibt Regen!“ Währenddessen hofft der Rabe Ra, dass Löwen nicht fliegen können. So macht sich jeder so seine Gedanken über den entflohenen Löwen und spinnt Theorien. Ganz nebenbei ist es auch ein Lehrstück über die Frage, wie Angst entsteht (und wie irrational sie ist, wenn man nix weiß, aber viel fürchtet. Und noch mehr quatscht.) Und wie sich Gerüchte aufbauen.

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Ab in die Heimat

Auf den ersten 48 Seiten entwickelt sich das muntere Spiel von Flucht vor dem Löwen und manchmal nur vorgetäuschter Löwenjagd. Bis sich herausstellt, was jeder schon ahnt: Dieser Löwe ist harmlos. Jedenfalls ist er lieb zu Kindern und Tieren. Am Ende der ersten Geschichte fährt der Löwe mit dem Boot nach Afrika – in seine Heimat.

Den Sultan retten

Aber es gibt mehr als eine Geschichte – und fast immer taucht der Löwe wieder auf. So hilft er den Kindern und dem Kakadu Ka auf der Papageienfresserinsel und am Schluss, als das Buch dann wirklich zu Ende geht. Ist er auch noch dafür gut, einen Komplott gegen den Sultan von Sultanien aufzuklären und zu verhindern – natürlich wieder zusammen mit den Kindern. Löwe bleibt dann beim Sultan, so viel sei aus den nachfolgenden Büchern schon verraten.

Viele verrückte Ideen

Ein amüsantes Buch voller verrückter Ideen und einprägsamer Charaktere; voller atemberaubender Verwicklungen und fintenreichen Lösungen. Es wieder mal zu lesen, mit den ganzen Bildern aus dem Stück der Puppenkiste, ist höchst amüsant und empfehlenswert; auch für große Kindsköpfe.

Max Kruse, Der Löwe ist los, gebundene Ausgabe: 158 Seiten, Thienemann Verlag, ISBN-10: 3522168852, ISBN-13: 978-3522168854, 9,90 Euro.

 

Kruse, Max: Don Blech bei den Wattels

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Das dritte Buch der Don-Blech-Trilogie führt unsere Helden ins Watteland. Ob sie den fiesen Junker Hohlkopf endlich besiegen können?

Kruses Löwe, Kruses Junker

Eigentlich hat es Don Blech ja gut gemeint – nachdem ihn Löwe und seine Freunde besiegt hatten (da war er noch General der Blechbüchsenarmee), schwört er Krieg und Gewalt ab. Aus seiner Rüstung bastelt er ein Standbild – den Junker Hohlkopf. Oder den goldenen Junker, wie der sich selbst sieht. Auf seinem Blechross Scheppertonne zieht der Junker um die Welt und versucht, die Herrschaft an sich zu reißen. Weil er nämlich die schlechten, kriegerischen Eigenschaften von Don Blech geerbt hat mit seiner Rüstung.

Don Blech auf den Spuren des hohlen Junkers

Bei den Didniks entreißen ihm Don Blech und seine Freunde die Herrschaft wieder, auch in Gurkonien muss er aufgeben. Nun landet die fiese Blechbüchse ohne Inhalt, aber eigenständigem Leben, im Watteland.
Dort herrscht die große Wattemutter als Königin über ein Volk von Wattebäuschen – das nicht so sehr fürchtet wie den Regen. Prinzessin Watteia hat zwar einen heimlichen Verehrer – Klein-Watteon – aber der ist nur königlicher Flusenaufsammler und eben auch nur ein Wattebäuschen. Die Prinzessin aber träumt von einem harten Helden, ganz aus Eisen (zumindest seine Rüstung). Wie gut (oder wie schlecht), dass der olle Junker dort landet.

Junker Hohlkopf will den Regen besiegen

Und für die durchgeknallte Blechbüchse kommt auch Wattemutters Ausschreibung gerade recht: Wer den Regen besiegt, den größten Feind der Wattebäusche, der soll Watteia zur Gattin und das Königreich als Dreingabe bekommen.
Gerade das rechte Unterfangen für eine größenwahnsinnige Büchse. Junker Hohlkopf kämpft gegen den Regen und gibt vor, ihn besiegt zu haben. Der fatalen Hochzeit steht nichts mehr im Wege – vor allem, weil Wateia hin und weg ist wegen ihres goldenen Junkers. Doch wehe, wenn der sein Ziel erreicht und König wird. Finstere Pläne trägt er in seinem blechernen Herzen.

Don Blech kommt zur Hilfe

Unsere Freuden im Schlepptau von Don Blech sind ihm allerdings auf den Fersen. Wird es ihnen gelingen, Junker Hohlkopfs finsteres und betrügerisches Vorhaben zu unterbinden?
Wird auf dieser letzten Reise des Don Blech endlich das Gute siegen?
Wer‘s nicht mehr weiß (oder noch gar nicht), der soll das Buch einfach mal lesen. Es lohnt sich.

Max Kruse, Don Blech bei den Wattels, Thienemann Verlag; Auflage: 1 (2003), ISBN-10: 3522174879, ISBN-13: 978-3522174879