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Sammelbände der drei ??? haben einen unschätzbare Vorteil: Sie bieten gleich drei Geschichten auf einmal; also Lesestoff satt. Meist zu einem unschlagbar günstigen Preis.

Drei Geschichten aus den Jahren 2002 bis 2005 über das kalifornische Detektiv-Trio versammelt der Band Teuflische Gegner. Los geht es mit einer Geschichte von André Marx mit dem Titel Das Erbe des Meisterdiebes. Ein spannend angelegter Fall für die drei jungen Spürnasen aus Rocky Beach – und es kommt so, wie es in jüngster Zeit oft kommt: Die drei finden ihren Meister, die Geschichte geht höchstens unentschieden aus; wenn wir mal wohlmeinend sein wollen. Aber das ist ok, der Fall bezieht seinen Reiz daraus, dass Justus Jonas eben nicht mehr der zerebrale Überflieger früherer Jahre ist, der alle erwachsenen Schurken mit einen Fingerschnippsen in die Knie zwingt.
Nein, er wird aufs dünne Eis der Versuchung geführt, vergisst sich dabei fast völlig, schrammt selbst hauchdünn am Verbrechen vorbei – und muss am Ende erkennen, dass er hinters Licht geführt wird. Das ist um einiges realistischer als frühere Folgen, es macht mächtig Spaß zu lesen.
Der Meisterdieb, eine meisterhafte Novelle mit Kultcharakter!

Komische Hunde, teuflische Gegner

Panik im Park ist hingegen eher eine Geschichte zum Abgewöhnen – ich hatte sie gelesen, ohne mich über den Autor informiert zu haben. Als ich damit fertig war, wäre ich jede Wette eingegangen, dass sie von Marco Sonnleitner stammt – und so ist es. Sonnleitner neigt leider oft dazu, allzu bemüht zu konstruieren. Das führt bei der Geschichte Panik im Park sogar dazu, dass sich Super-Detektiv Justus Jonas und seine Kollegen Peter Shaw und Bob Andrews über die haarstäubend unlogische Geschichte auslassen und gegen jede Wahrscheinlichkeit an ihrer Ermittlung festhalten. Und weil ein paar Hunde eine wichtige Rolle in dem Fall spielen und ihnen ein ganz bestimmtes Verhalten zugeschrieben wird, habe ich den nächsten Anfall von Kopfschüttelitis bekommen: Einfach hirnrissig. ich finde, auch im Jugendbuch sollten die Autoren ihre Leser nicht verarschen.
Das ist hier leider durchweg der Fall. Also, schnell weiterlesen.
Der dritte Fall ist Gott sei Dank wieder von André Marx und heißt Der geheime Schlüssel. Das Buch endet versöhnlich, weil spannend. Ich rate dringend dazu: selbst lesen!

Die drei ???, Die Spur des Spielers

Schachspieler

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Wenn die drei ??? ermitteln, wird es spannend – so auch wieder in André Marx‘ Buch um ein wertvolles Schachspiel. Und die Spur eines genialen Spielers …

Was ist los mit dem Schachspiel?

Warum das Schachspiel so verteufelt wertvoll ist, wissen die drei ??? nicht. Aber sie bekommen sehr schnell mit, dass ein paar ziemlich skrupellose Ganoven hinter ihm her sind. Sie schrecken auch vor drastischen Methoden nicht zurück. Das bekommen die drei jungen Detektive am eigenen Leib zu spüren.

Die Spur des Spielers

Doch langsam erkennen die drei jungen Detektive aus Rocky Beach, Kalifornien: Das Spiel gehörte dem berühmten, wenn auch letztlich erfolglosen Schachgroßmeister Lansky.

Skrupellose Ganoven

Gut, das erklärt, warum es manche haben wollen – aber erklärt es auch, dass sie derart skrupellos vorgehen? Und, dass sie recht illustre Zeitgenossen sind.

Die drei begabten und hochmotivierten jungen Leute kommen natürlich schließlich hinter das Geheimnis des Schachspiels; und hinter das Geheimnis von Großmeister Lansky. Es ist dann doch eine ziemliche Überraschung …

Automarder

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Was tun, wenn der Vater dem Sohn nicht glaubt? Ganz einfach – die drei ??? einschalten; zumindest, wenn der Verdacht naheliegt, ein Verbrechen sei verübt worden.

Junger Mann kann nicht fahren …

Pauls Vater, Mr. Jacobs, glaubt seinem Sohn einfach nicht. Der hat erst seit kurzer Zeit seinen Führerschein – und immer, wenn er mit dem Geschäftswagen zu einem Freund fährt und dort ein wenig bleibt, ist eine Scheibe kaputt. Für Mr. Jacobs ist das ein klassischer Fall von Junger-Mann-kann-nicht-fahren. Und nichts auf der Welt vermag ihn davon zu überzeugen, dass Paul gar nichts dazu kann.

Drei pfiffige Spürnasen

Nichts? Nun ja, Paul hat zu seinem Glück von den jungen Detektiven Justus, Bob und Peter gehört, die sich die drei ??? nennen. Vor den pfiffigen Spürnasen sind keine Verbrecher im kalifornischen Rocky Beach sicher. Und die Drei legen sich auf die Lauer – es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn sie nicht herausbekommen, wer die Autoscheiben kaputt macht. Und vor allem, wie und warum. Aber es geht mit dem Teufel zu – zumindest scheint es eine ganze Zeit lang so zu sein, denn der Fall ist verteufelt schwer zu knacken.

Die drei ??? unter Verdacht

Zum Glück kennen sie Morten, den distinguierten englischen Chauffeur der Mietwagenfirma. Der hilft ihnen, opfert sogar seinen Rolls-Royce, um bei der Falle für den gemeinen Fensterzerstörer zu helfen. Doch unversehens geraten die vier Jungen (Paul ist immer dabei) selbst in Verdacht. Die Polizei, die auch auf Lauer liegt, vermutet, dass sie die Scheiben zerstört haben.
Aber da kommt, wie Zieten aus dem Busch, Hauptkommissar Reynolds, ihr Freund bei der Polizei hinzu und paukt sie raus.

Ein alter Herr wird wild

Maßgeblichen Anteil an dem Schlamassel hat ein alter Herr, der sich aufführt wie das HB-Männchen und die Drei bezichtigt, die Seitenscheibe seine Wagens geknackt und aus dem Wageninnern eine alte, höchst wertvolle Münze gestohlen zu haben.
Die Familie des Alten, sein junger Neffe, und seine Nichte, werden im Laufe das Falls für Justus und seine Freunde noch manche Nuss zum Knacken bereithalten – aber sie helfen auch, den Fall schließlich zu lösen.

Krimi-Klassiker bei Kosmos

Das verzögert sich aber ungemein, weil die Detektive bald den Täter aufspüren, aber ihn in seiner Maskerade nicht erkennen. Und entwischen kann er ihnen zudem.
Doch Justus hat nun einmal eine Menge Hirnschmalz mitbekommen – und so knüpft er die unwahrscheinlichsten Enden des Falles endlich zusammen. Ihm und den anderen hilft dabei eine ihrer genialen Erfindungen: die Telefonlawine. William Arden hat auch in diesem Klassiker, von Kosmos neu und liebevoll wieder aufgelegt, seine Marotte gepflegt: Er lässt den großen Regisseur Albert Hitfield (Alfred Hitchcock) den Fall erzählen. Damit adelt er den Jugendkrimi noch einmal.

Mit Tipps

Auch zwischendurch gibt Hitfield immer wieder Tipps. Das mag manchem ein wenig nervig erscheinen, aber so war der gute alte Arden nun mal.

William Arden, Die drei ??? und der Automarder, gebundene Ausgabe, 222 Seiten,
Verlag Kosmos 1., Auflage 9. August 2010, ISBN-10 3440124371, ISBN-13 978-3440124376, 8 Euro.

Feuer

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Das erste Abenteuer der „Fünf Spürnasen mit Hund“ ist richtig spannend. Es gibt eine überarbeitete Ausgabe des Enid-Blyton-Klassikers.

Alles beginnt mit dem nächtlichen Brand in Peterswood: Die erfolgreiche „Geheimnis-um“-Serie der englischen Kinderbuch-Autorin Enid Blyton nimmt damit ihren Anfang. Erschienen ist die Reihe in den 40er Jahren und 1953 im Erika Klopp Verlag. Fast 50 Jahre später kam die überarbeitete und liebevoll gestaltete Neuausgabe heraus. Die Kinder-Detektiv-Bande „Fünf Spürnasen mit Hund“ nehmen mit diesem Abenteuer auch ihren Anfang.

Gleiche Abläufe bei den Spürnasen

Die Abläufe sind immer gleich – oder jedenfalls fast. Da wären zunächst einmal die Ferien; ohne die würden sich die Kinder Larry, Daisy, Pip, Betsy und Dicky nie nach Hause nach Peterswood kommen. Ach ja, Scotty, den kleinen, schlaue Hund, dürfen wir auch nicht vergessen.

Erstes Abenteuer

Beim ersten Abenteuer, dem Geheimnis um einen nächtlichen Brand im Gartenhaus von Mr. Hicks, lernen sich vier anderen erst mal Dicky (Frederick Algernon Trotteville) kennen. Natürlich am Tatort, wohin sie ihre Neugierde getrieben hat. Der dicke fremde Junge ist ihnen erst mal gar nicht sympathisch – er riskiert ständig eine dicke Lippe und schneidet mächtig auf. Alles kann er am besten, sagt er.

Angeber mit Hund

Aber Dicky, wie der Junge bald genannt wird, hat einen unschätzbaren Vorteil: Sein Hund Scotty ist ein lieber Kerl, mit dem die Kinder gerne spielen. Und am Anfang nehmen sie murrend in Kauf, dass eben auch das dicke, angeberische Herrchen dazu gehört.

Aber je tiefer sie in den Fall eindringen und Indizien suchen und Verdächtige vorsichtig befragen. Bald merken die Kinder: Sie haben es tatsächlich mit einem mysteriösen Fall zu tun. Und Goon, genannt „Weg da“, der Dorfpolizist, ist wirklich nicht in der Lage, die komplizierten Fäden des Falles in die Hand zu nehmen.

Viele Verdächtige

Also machen das die Kinder. Vor allem, weil der Privatsekretär Mr. Peeks, der Freund des Dienstmädchens Lily, der bald als Hauptverdächtigter gilt. Den hat Mr. Hicks am Tages des Brands entlassen.

Und noch andere Verdächtige gibt es – den fünf Spürnasen mit Hund gelingt es, alle aufzutreiben. Aber je tiefer sie in den Fall eindringen, desto verwirrender wird alles. Und einer nach dem anderen werden aus den Verdächtigen ehemalige Verdächtige, die es gewiss nicht waren.

Gute Arbeit

Die Führung der Bande hat Dicky widerwillig Larry überlassen müssen, weil der als Ältester Anspruch darauf erhob. Und am Anfang ist Dicky den anderen nur nervig, seine Fähigkeiten als Detektiv aber sind wertvoll – wie übrigens auch die der anderen Mitglieder.

Diesmal aber ist es Dicky, der den richtigen Geistesblitz hat. Er weiß nun, wer der Täter war, auch, wenn das auf den ersten Blick wirklich irrwitzig ist.

Der Inspektor hilft

Nur, was tun? Wie den Erwachsenen überführen; und vielmehr – wie ihn festsetzen? Goon wird ihnen da sich keine Hilfe sein. Die Kinder kommen auf die Idee, sich an Goons Vorgesetzten, Inspektor Jenks, zu wenden. Und tatsächlich, der hilft ihnen und bringt den Fall zusammen mit den fünf Spürnasen zu einem guten Ende.

Die überarbeitete Reihe ist liebevoll gestaltet im Erika Klopp Verlag im Jahr 2000 wieder aufgelegt, derzeit allerdings vergriffen.

Hier kommt deine Chance!

Enid Blyton, Geheimnis um einen nächtlichen Brand, Gebundene Ausgabe: 175 Seiten, Erika Klopp Verlag; Auflage: 1 (2000), ISBN-10: 3781752410, ISBN-13: 978-3781752412.

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Kinderbuch-Autorin Enid Blyton hat mit ihrer „Geheimnis-um“-Reihe in den 40er-Jahren wunderbare Kinderkrimis geschrieben. Echter Lese-Kult!

Fünf Spürnasen mit Hund

Das zweite Abenteuer der fünf Spürnasen mit Hund hat es in sich – eine wertvolle siamesische Katze verschwindet auf dem Garten von Lady Candling. Und wie der Zufall es will, liegt der Garten genau neben dem von Pip und Betsy. Die sind, wie Dicky, Daisy und Larry, Mitglieder der Spürnasen. Und fiebern, in den Ferien, ihrem zweiten geheimen Fall entgegen. Der erste war sehr erfolgreich, sie haben den unausstehlichen Dorfpolizisten Goon ausgetrickst und höchstes Lob von ihrem neuen Freund, Inspektor Jenks, eingefahren. Ob ihnen das noch einmal gelingt? Alles deutet darauf hin, dass dies Wunschdenken bleibt. Denn erst einmal geschieht nichts. Und dann wieder nichts. Und dann nicht viel.

Der fiese Mr. Tupping

Das einzige, das passiert: Die fünf Kinder freunden sich mit Luke an, der in Lady Candlings Garten als Gehilfe des fiesen Gärtners Mr. Tupping arbeitet. Der ist wirklich nett, den Kindern tut es sehr leid, wie Mr. Tupping mit Luke umspringt. Damit nicht genug, Luke hat auch noch einen Schwiegervater, der ihn schikaniert und schlägt.

Eine Katze verschwindet

Als wäre das nicht genug, kommt es für Luke bald knüppeldick. Eine der wertvollen Katzen, Dark Queen, von Lady Candling verschwindet. Und das genau zu der Zeit, als Luke direkt am Katzenkäfig arbeitet. Weit und breit ist sonst niemand zu sehen. Also fällt der verdacht auf den Gärtnergehilfen. Die fünf Spürnasen haben ihr Geheimnis zu lösen – aber es wäre ihnen lieber gewesen, wenn es nicht ausgerechnet Luke in Schwierigkeiten gebracht hätte.

Falsche Spuren

Doch sie setzen sich für ihn ein, verfolgen ihrerseits Spuren, die zu Verdächtigen führen – aber es ist wie immer und ziemlich verhext: Die Spuren führen ins Nichts. Und die Verdächtigen sind bald keine mehr. Alles läuft wieder auf Luke zu. Sollte der sympathische Junge es doch gewesen sein?

Zwei fiese Verbündete

Hinzu kommt, dass sich der fiese Gärtner Mr. Tupping mit dem ebenso unausstehlichen Polizisten Goon verbündet. Und zudem scheint der sonst so trottelige Polizist ihnen dicht auf den Fersen zu sein – oder ist er ihnen gar einen Schritt, den entscheidenden – voraus?

Es ist zum Verzweifeln – da taucht die verschwundene Katze plötzlich wieder auf. Die Kinder atmen auf, Luke hat die Katze offenbar nicht gestohlen.

Doch ehe sich alles wieder einrenkt, verschwindet die Katze ein zweites Mal. Und, es ist erneut wie verhext: Wieder arbeitet Luke am Käfig, wieder war niemand in der Nähe. Und wieder liegt im Käfig eine der Flöten, die Luke so gerne und oft schnitzt.

Indizien gegen Luke

Hatten beim ersten Mal die Spürnasen das verräterische Indiz noch verschwinden lassen und für Goon ein paar falsche gestreut, gelingt ihnen das nicht mehr.

Armer Luke. Was rettet ihn wohl jetzt noch?
Nun, der Scharfsinn der fünf Spürnasen, was sonst? Die sind dann doch wieder den Erwachsenen weit voraus und lösen den Fall dank ihrer Cleverness – mit einem überraschenden Täter.

Enid Blyton, Geheimnis um eine siamesische Katze, gebundene Ausgabe: 189 Seiten, Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 3781752429, ISBN-13: 978-3781752429.

 

Blyton, Enid: Geheimnis um ein verborgenes Zimmer

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Die Enid-Blyton-Kult-Serie „Geheimnis-um“ beschäftigt sich in ihrem dritten Band mit einem verborgenen Zimmer. Eine harte Nuss für die fünf Spürnasen.

Gefährliches Abenteuer für die fünf Freunde

Im Band Geheimnis um ein verborgenes Zimmer geraten die fünf Spürnasen mit Hund wirklich in ein gefährliches Abenteuer – zumindest Dicky. Ausgerechnet, könnte man meinen, denn der etwas dickliche Junge hat sich endlich den Posten als Chef der Spürnasen erobert. Eigentlich erstaunlich spät, denn immerhin ist er der Cleverste. Aber er ist auch als fremder Junge beim ersten Abenteuer dazugestoßen – die vier anderen, die Geschwisterpaare Larry und Daisy und Pip und Betsy, kannten sich schon länger.

Und Dicky war erst einmal nur nervig; zu gerne prahlt er mit seinen unwahrscheinlichen Fähigkeiten und entnervt die anderen.

Entscheidende Anstöße

Allerdings: Er hat wirklich was drauf, hat bei den ersten zwei Fällen die Ermittlungen maßgeblich vorangetrieben und die entscheidenden Anstoße zu ihren Lösungen der Fälle gegeben. Da hat es Larry, der erste Chef der Spürnasen, zunehmend schwer, seinen Führungsrolle zu behaupten. Die hatte er während der ersten beiden Fälle auch nur, weil er der Älteste ist; und weil Dicky nicht der Beliebteste ist. Nur Betsy verehrt ihn grenzenlos, weil er so schlau ist. Und weil er sie ernst nimmt, während die anderen, vor allem ihr Bruder Pip, sie allzu oft als Baby behandeln.

Dickys Trümpfe

Aber jetzt, zu Anfang des dritten Geheimnisses, hat Dicky wirklich alle Trümpfe in der Hand: Er hat sich in die Kriminalistik eingelesen – schließlich will er später mal ein Detektiv werden. Und nicht irgendeiner, nein, damit würde sich Dicky nie zufrieden geben. Nein, er wird der berühmteste aller Detektive.

Tolle Tricks des Chef-Detektivs

Er hat sich also erkundigt. Und er weiß, wie man sich verkleidet und hat auch entsprechende Verkleidungen. Und er hat auch sonst ein paar tolle Tricks auf Lager – das Schreiben mit unsichtbarer Tinte etwas oder den Trick wie man sich aus einem verschlossenen Zimmer befreit.

Doch ehe Dicky eine Tricks verrät, lässt er sich zum neuen Chef wählen. Klar. Denn umsonst gibt es Dickys Expertenwissen nicht. Aber Larry ist ein großzügiger Verlierer und überlässt Dicky die Führung. Insgeheim hat er wohl geahnt, dass Dicky der bessere Chef ist.

Enid Blytons genaue Charakterskizzen

Enid Blyton hat mit ihrer Geheimnisserie, das erste Mal im Erika Klopp Verlag im Jahr 1954 erschienen, stimmige und genaue Charakterskizzen ihrer Kinder-Helden gezeichnet. Das ist umso erstaunlicher, da sie so viel und schnell schrieb. Aber oberflächlich ist das nie.

Im Gegenteil, es wird, nach einiger Zeit, richtig schön spannend. Weil Pip nämlich, ganz zufällig, ein verborgenes Zimmer in einem leerstehenden Haus entdeckt. Als Dicky es erkundigt, fällt er einer finsteren Bande von Kunstschmugglern in die Hände. Aus seiner Patsche helfen ihm nicht einmal seine genialen Fähigkeiten als Detektiv. Zunächst.

Dicky schafft es

Doch der Junge behält einen kühlen Kopf und befreit sich doch; gleichzeitig sperrt er den ungehobelten und kinderfeindlichen Dorfpolizisten Goon im Keller des Verbrecherhauses ein.

Nun ja, die Kinder haben am Schluss wieder die Nase vorne und lösen auch diesen Fall. Sie bekommen, wie immer, höchstes Lob von Inspektor Jenks. Und Goon, den sie wieder mal ausgetrickst haben, schaut ein weiteres Mal durch die Finger.

Enid Blyton, Geheimnis um ein verborgenes Zimmer, Taschenbuch: 165 Seiten, Erika Klopp Verlag; Auflage: 1 (2000), ISBN-10: 3781752437, ISBN-13: 978-3781752436.

Blyton, Enid: Geheimnis um eine giftige Feder

Bild: pixabay.com/gdakaska

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Geheimnis um eine giftige Feder ist Enid Blytons vierter Band der Geheimnis-Serie. Diesmal geht es um einen fiesen Schreiber anonymer Briefe. Die Spürnasen ermitteln …

Glück für die Spürnasen

Die fünf Spürnasen haben wieder mal unverschämtes Glück – pünktlich zu den nächsten Ferien, wenn sie sich alle wieder in Peterswood treffen, gibt es das nächste Geheimnis zu lösen. Wie gut, dass in der Zeit, in der Dicky, Daisy, Pip und Larry im Internat sind, nichts passiert. Betsy, die als einzige daheim bleibt, ist zwar eine clevere Spürnase – aber so ganz alleine würde die jüngste Spürnase die verwickelten Fälle sicher nicht lösen.
Aber zu Fünft sind sie unschlagbar – vor allem, weil sie dazu noch Dickys Scotch Terrier Scotty dabei haben.

In der Nachbarschaft

Praktisch ist es auch, dass die Geheimnisse immer in der Nachbarschaft der Spürnasen passieren. Diesmal kursieren anonyme Briefe, geschrieben mit quasi giftiger Feder, die fiese Details aus der Vergangenheit so mancher Person in Peterswood enthüllen und den armen Menschen damit traktieren. Etwa Gladys, das Dienstmädchen der Hiltons.

Erwachsene bremsen

Das sind die Eltern von Pip und Betsy, und deshalb bekommen sie hautnah das mit den Briefen mit. Alleine dazu gehört schon eine ziemliche Schlauheit, denn die Erwachsenen wollen nicht, dass die Kinder Wind davon bekommen.
Einerseits ist das Thema der unappetitlichen Anschuldigungen nichts für Kinder – finden die Erwachsenen.

Der fiese Goon

Andererseits hat Dorfpolizist Goon die Ermittlungen aufgenommen – und der drängt die Eltern der Kinder, nichts zu verraten. Das hat seinen Grund: denn Goon, der mit Spitznamen Weg da heißt, ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Darauf deutet schon sein Spitzname hin – er ruft immer „Weg da!“, wenn er die Kinder sieht. Zu seinem Pech sind die Kinder schlauer als er, und Scotty hat ihn zu seinem Lieblingsfeind erkoren und stürzt sich ständig auf die Hosenbeine des Polizisten.

Schlaue Kinder bei Blyton

Und weil die Kinder schlauer als er sind, haben sie schon drei Fälle vor ihm gelöst und haben dafür von Inspektor Jenks, ihrem Freund und Goons Vorgesetzten, höchstes Lob erfahren.

Und doofe Eltern

Eigentlich müssten die Eltern also wissen, dass die Kinder fit sind, den Schreiber der anonymen Briefe zu enttarnen. Und das machen sie am Schluss auch. Aber dennoch versuchen die Erwachsenen mit ihrer Heimlichtuerei und allerlei Verboten, die Kinder an der Ausübung ihrer detektivischen Pflicht zu hindern. Ganz schön doof.

Dazu gesellen sich auch noch ein paar Hürden bei den Entwicklungen, denen sehen sich die Kinder unversehens gegenüber, als sie es schaffen, die Briefe in die Finger zu bekommen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Gutes Ende

Dank Dickys Kombinationsgabe, Betsys Schlauheit und den Fähigkeiten aller anderen. Aber irgendwie sträubt sich das Geheimnis und wehrt sich dagegen, gelöst zu werden.

Nun, am Schluss gelingt es dennoch. Mit einem überraschenden Ende. Und wieder hat Mr. Goon das Nachsehen und Inspektor Jenks freut sich über seine schlauen, jungen Mitarbeiter.

Enid Blyton, Geheimnis um eine giftige Feder, gebundene Ausgabe: 174 Seiten Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 3781752445, ISBN-13: 978-3781752443.

Blyton, Enid: Geheimnis um ein Haus im Wald

Bild: pixabay.com/Ralph Klein

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Enid Blytons spannender Kinderkrimi mit den fünf Spürnasen – diesmal sind sie einer Autoschieberbande auf der Spur.

Kinderkrimi mit Verwechslung

Der ganze Kinderkrimi beginnt mit einer Verwechslung: Die vier anderen Spürnasen wollen ihren Chef Dicky am Bahnhof abholen. Der hat allerdings den Zug verpasst und kommt gar nicht mit. Nur, das wissen Daisy, Betsy, Larry und Pip nicht. Sie vermuten, der clevere Dicky hat sich verkleidet. Und prompt quatschen sie einen anderen dicken Jungen als Dicky an. Peinlich, denn der ist der Neffe vom ungeliebten Dorfpolizisten Goon.

Ern wird veräppelt

Im weitere Verlauf schließt sich Ern, wie der Neffe heißt, den Spürnasen an. Er will so gerne ein guter Detektiv werden. Doch der arme Ern ist ein bisschen einfältig und wird gnadenlos von den Spürnasen veräppelt. Und er fällt wirklich auf alles herein. Weil ihm aber sein Onkel nachschnüffelt, entwickelt sich bald ein munteres Verwirrspiel um den nächsten Fall. Ern verfolgt eine falsche Fährte, auf die ihn Dicky setzt, sein Onkel verfolgt Ern und bald ebenfalls die falsche Spur.
Die Spürnasen sind derweil dem richtigen Geheimnis auf der Spur – der tollpatschige Ern entdeckte es per Zufall.

Falsche Indizien

Während der arme Neffe stolz die falschen Indizien präsentiert, die ihm die Spürnasen ausgelegt haben, tappst er immer weiter in Schwierigkeiten hinein. Erst schreibt ihm Dicky ein Schmähgedicht auf seinen Onkel in sein Notizbuch – weil Ern sich so ernsthaft bemüht „Getichte“ zu schreiben, während sie Dicky aus dem Ärmel schüttelt.

Goon wird wütend

Prompt findet das der geschmähte Goon und straft seinen Neffen ab. Das Fatale. Ern ist so stolz auf das Gedicht, von dem er glaubt, er habe es nachts im Tran geschrieben und könne sich nicht mehr daran erinnern. So wagen die Spürnasen nicht, sich für die Fälschung zu entschuldigen.
Dann verkleidet sich Dicky bei seinen Ermittlungen als Ern – und prompt kidnappen ihn die Gangster.

Haus im Wald

Das Geheimnis dreht sich um ein einsames Haus im Wald, das ein eigenwilliges Innenleben hat … eine einer Autoschieberbande treibt dort ihr Unwesen.
Aber Ern hat andererseits wiederum Glück, dass er an die fünf Spürnasen mit Hund Scotty geraten ist – denn die hauen ihn schließlich raus und lösen den Fall.

Enid Blyton hat in ihrem Leben rund 700 Kinderbücher geschrieben. Das ist eine erstaunlich Menge. Wer aber jetzt meint, sie habe ihre Geschichten nur hingeschlampt, der irrt. Die Charaktere der Geschichten sind durchaus stimmig und konsequent gezeichnet, die Handlungsstränge logisch. Es ist für Kinder genau der richtige Tiefgang in den Geschichten. Natürlich sind die Fälle ein wenig blauäugig – welche Kinderbande ist schon so schlau und trickst die erwachsenen reihenweise aus? Aber gerade das gefällt Kindern.

Etwas dick aufgetragen

Allerdings hat Blyton ihrem Lieblingshelden Dicky Eigenschaften gegeben, die von Buch zu Buch größer, besser und bewundernswürdiger werden. Vor allem die bedingungslose Bewunderung der anderen Spürnasen ist ein wenig dick aufgetragen. Da waren die ersten beiden Bände distanzierter: Dicky war ein genialer Detektiv, aber ein nerviger Aufschneider. Und die Kinder rieben ihm ganz schön den Kümmel. Das hatte seinen Reiz. Davon ist in diesem Buch nicht mehr viel vorhanden. Was ein wenig schade ist.

Enid Blyton, Geheimnis um ein Haus im Wald, Gebundene Ausgabe, 190 Seiten, Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 3781752461, ISBN-13: 978-3781752467.

Blyton, Enid: Geheimnis um eine Tasse Tee

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Der Kinderbuchklassiker der englischen Autorin Enid Blyton führt ins Theatermilieu – wer beraubte den Theaterdirektor?

Goon ist voll daneben

Das geht voll daneben: Der ungeliebte Dorfpolizist Goon geht in Urlaub und bekommt Pippin als seinen Vertreter. Und das Letzte, das Goon vor seinem verschwinden macht: Er warnt Pippin vor den Spürnasen. Klar, dass Dicky, Daisy, Larry, Pip und Betsy es dem Neuen gleich mal so richtig zeigen wollen. Und was bietet sich da an? Das, was sie schon ein paar Mal sehr erfolgreich bei Goon gemacht haben: falsche Spuren und Indizien auslegen. Aber, wie es der Zufall so will. Sie wählen sich für ihre Spuren den Ort eines wirklichen Verbrechens; allerdings ohne es zu wissen. Das neue Geheimnis beginnt.

Falsche Spuren

Doch manche der Spuren passen auch wie die Faust aufs Auge und lassen zwei Schauspieler höchst verdächtig erscheinen. Die nette Lucy und den geistig zurückgebliebenen Boysie, der eine Katze im Katzenfell spielt.
Was ist passiert? In einem Theater, in dem eine Gruppe Schauspieler mit einer Komödie auftritt, wird der Theaterdirektor beraubt. Jemand setzt ihm eine Tasse Tee mit einem Schlafmittel vor, nimmt den Schlüssel an sich, öffnet den Safe und klau die Einnahmen mehrerer Tage.

Nun ist der Direktor nicht sonderlich beliebt, alle Schauspieler hassen ihn. Und nur die Schauspieler wissen genug, um den Diebstahl begehen zu können.

Goon kommt zurück

Auf dieses Verbrechen kommt Pippin, als er sich auf die Lauer legt – am Theater, wohin ihn die Spürnasen gelockt haben.
Klar, dass Goon sofort seinen Urlaub abbricht und den Fall übernimmt. Seinen Vertreter Pippin zieht er von dem Fall ab.

Pippin ist aber viel netter, als die Spürnasen angenommen haben. Er arbeitet mit den Kindern zusammen, Die erfahren so immer brandheiß, woran Goon herummurkst. Und es wird wirklich gefährlich: Alles deutet darauf hin, dass dem Direktor Boysie den Tee brachte und ihn Lucy ausraubte. Doch die beiden bestreiten das vehement.

Goon beim Murksen

Goon verdächtigt natürlich die beiden, auf die sich zudem alle gefälschten Indizien verdichten. Die Spürnasen sind überzeugt: Die beiden waren es nicht. Sie überprüfen die Alibis aller anderen Schauspieler – aber, es ist wie verhext: Alle scheinen ein wasserdichtes Alibi zu haben. Nur die beiden Hauptverdächtigen nicht.

Da hat Betsy, die jüngste Spürnase, wieder mal einen Geistesblitz. Dicky, der Chef, nimmt ihn auf und bastelt daraus die Lösung des Falls.

Richtige Impulse

Das ist oft so bei den Geheimnis-Büchern Enid Blytons: Betsy und Dicky verstehen sich prächtig und beiden geben die richten Impulse für die Lösung der Fälle. Die anderen machen gerne mit, niemand neidet Betsy oder Dicky den Erfolg.

Zusammen mit Pippin nehmen die Spürnasen den Täter mit und eilen zu ihrem Freund, Inspektor Jenks. Der verhört gerade die beiden zu Unrecht verdächtigen Lucy und Boysie, die Goon zum Inspektor geschleppt hat.

Eine überraschende Lösung, die wiedermal die Spürnasen präsentierten; und die den doofen und fiesen Goon alt aussehen lässt.

Enid Blyton, Geheimnis um eine Tasse Tee, gebundene Ausgabe: 171 Seiten, Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 378175247X, ISBN-13: 978-3781752474.

Blyton, Enid: Geheimnis um einen Wohnwagen

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Dicky muss sich beim 13. Fall Geheimnis um einen Wohnwagen bei den Ermittlungen wirklich anstrengen – und hat zudem noch die nervige Eunice an der Backe.

Goon trickst die Kinder aus

Das war wirklich knapp. Beinahe hätte der olle Wegda, wie Dorfpolizist Theophil Goon bei den Kinder heißt, die fünf Spürnasen ausgetrickst. Er ist tatsächlich auf der richtigen Spur und weiß: Der gesuchte Ausbrecher kann nur in der Wohnwagensiedlung stecken. Erstaunlich, wie schlau der doofe Polizist plötzlich kombinieren kann.

Dickys richtiger Riecher

Aber am Ende hat doch wieder Dicky, der Chef der Spürnasen, den richtigen Riecher. Und er enttarnt den fiesen Ausbrecher vor aller Augen – da können Goon und sein Vorgesetzter, Chefinspektor Jenks, nur staunen. Einfach genial der junge Mann; wie er blitzartig zwei und zwei zusammenzählt, während der Rest nicht einmal bis eins kommt.

Die Ermittlungen laufen an

Das ist aber nur das große Finale eines geheimnisvollen Falles. Zuvor bekommen es die fünf Spürnasen mit Hund erst einmal mit Eunice zu tun. Sie ist ein naseweises Mädchen, das sich mit ihrem Vater bei den Trottevilles, Dickys Eltern, einquartiert. Mister Silverman, der Vater von Eunice, ist nämlich ein bekannter von Dickys Vater. Und weil in Peterswood, wo sie alle wohnen, gerade eine Konferenz der Käferforscher stattfindet, wohnen also die Silvermans bei den Trottevilles. Denn Mr. Silverman ist ein anerkannter Käferexperte.
Sogar Dicky geht auf einen Vortrag – weil der Ausbrecher nämlich auch Beziehungen zu Insekten hat, wie Dicky erfährt.

Wo ist der Ausbrecher?

Das hätte er aber nicht tun sollen – es ist todlangweilig, Seitdem ist Dicky auf der Flucht. Vor dem Mädchen. Wie gut, dass er jetzt sowieso joggt, um abzunehmen. Da kann er Eunice stundenlang wegrennen. Denn Eunice nervt. Sie weiß alles besser und ist mindestens so selbstbewusst und großmäulig wie Dicky selbst. Ganz nebenbei entwickelt sich das Geheimnis um den verschwundenen Ausbrecher. Doch: wo ist er?

Dicky ermittelt verdeckt

Und, naja, Dicky findet bald seine gute Laune wieder – als er nämlich Gelegenheit findet, Eunice und Goon gleichermaßen mit seiner Verkleidung als Landstreicher zu narren. Herzerfrischend ist es auch, wenn Goon seinerseits sich verkleidet – das ist eine Folklore der ganz eignen Art, sofort durchschaut von den Spürnasen. und die nehmen ihn gewaltig auf den Arm.

Kinderdetektive halten zusammen

Doch je weiter die Spürnasen in dem Geheimnis kommen, desto mehr nehmen sie Eunice mit ins Boot. Was die sehr freut. Und der Schaden soll es für die Kinderdetektive und vor allem für Dicky nicht sein. Denn der gerät in erhebliche Schwierigkeiten und wird sogar in einen der leeren Wohnwagen eingesperrt. Wie gut, dass Eunice das mitbekommt und Hilfe holt.

Enid Blytons 13. Fall der Geheimnis-Reihe ist wirklich wieder amüsant und spannend zu lesen. Schön, das es diesmal nicht nur Stereotype und Klischees gibt, sondern auch eine gewisse Entwicklung der Charaktere. Das macht die Lektüre noch erfreulicher.

Enid Blyton, Geheimnis um einen Wohnwagen, gebundene Ausgabe: 174 Seiten, Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 3781752534, ISBN-13: 978-3781752535

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