Lilly-Cover-60Wir freuen uns, heute wieder ein Kinderbuch vorzustellen – Titel: Lillys Suche nach dem Frühling, Autorin: Felizitas Montforts, Verlag: XinXii-GD Publishing, ISBN: 9783959260022, Alter: ab 7 Jahre, Preis: 0,99 €

Über das Buch:

Lilly hat eine besondere Gabe. Die Ohren der Elfe jucken, sobald der Frühling Einzug hält. In diesem Jahr wartet sie aber vergeblich. Der Frühling wird vom Winter gefangen gehalten und nur Lilly kann ihn befreien. Gemeinsam mit einem alten Dachs macht sie sich auf die Suche. Ob Lilly den Frühling retten kann?

Eine Geschichte für Kinder ab 7 Jahre mit Illustrationen von Lydia Pollakowski.

Erhältlich in den meisten eBook Shops und bei Amazon.

 

Über die Autorin:

AutorenfotoFelizitas Montforts wurde im Februar 1983 geboren. Als Kind entdeckte sie zeitgleich ihre Begeisterung für das Lesen wie auch für das Schreiben. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren Zwillingen und einer sehr anhänglichen Katze in Viersen am Niederrhein. In ihrer Freizeit widmet sie sich dem Schreiben und ihrem Food-Blog.

 

Weitere Informationen finden Sie auf Facebook, Google+ und ihrer Autorenseite.

www.felizitas-montforts.de

 

 

Kinderbuch schreiben: Das Buch überarbeiten

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Bild: pixabay.com(geralt (Gerd Altmann)

Mit unserem Kinderbuch kann es uns ja nicht schnell genug gehen – aber ein bisschen abhängen lassen sollten wir es schon. Und vor allem überarbeiten. Öfter als uns lieb ist. Nur so schreiben wir ein gutes Kinderbuch.

Nun ist es fertig, dein Kinderbuch. Herzlichen Glückwunsch. Hier dir liegen Wochen der Planung und Monate des Schreibens. Und endlich hast du das letzte Wort geschrieben und bist stolz wie ein Schneekönig. Oder eine Schneekönigin. Das darfst du jetzt erst einmal mindestens ein halbes Jahr genießen – weil dein Buch nämlich so lange in der Schublade versenkst. Der Sinn der Übung ist klar: Du musst Abstand gewinnen. Erst so kannst du dein Werk nüchtern betrachten.

Die Arbeit beginnt von vorne

Und dann beginnt die Arbeit wieder von vorne. Oder zumindest fast. Nimm dir vor, dein Buch so lang zu überarbeiten, bis du restlos zufrieden bist. Selbst, wenn du es fünf Mal umschreiben musst. Ich habe mein erstes Kinderbuch 13 Mal umgeschrieben, davon mindestens die Hälfte radikal. Das war natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich damals wenig von den Regeln des Kinderbuches wusste und von daher wenig vorab geplant habe. Aber die Bereitschaft, alles noch einmal auf den Prüfstand zu stellen, solltest ihr aufbringen. Es dient ja der Qualität eures Buches.
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Nimm dir vor allem die einzelnen Handlungsstränge vor – sind sie logisch miteinander verflochten oder enden manche im Nirwana? Wie sieht es mit den Personen aus? Bleiben sie ihrem Charakter treu, die ihr ihnen gegeben habt – oder entwickeln sie plötzlich ein Eigenleben, das eure Geschichte auf den Kopf stellt?

Langsam laut vorlesen

Ihr solltet in der Phase des Überarbeitens die Geschichte mindestens einmal langsam laut vorlesen. Ihr merkt dann sehr schnell, wo sie hakt. Noch besser ist es, das Vorlesen auch noch aufzunehmen und später in aller Ruhe und mit dem Manuskript vor euch abzuspielen. Auch hier merkt ihr plötzlich, wo eure Geschichte ins Schwimmen gerät.

Kritische Leser gehören zum Kinderbuch schreiben dazu

Wenn ihr dann noch etwas ganz Besonderes für euer Buch tun wollt, gebt es einem Freund / einer Freundin zum Lesen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass euer Freund ein kritischer Kopf ist, der sich nicht scheut, euch auch zu kritisieren. Speichellecker, die euer Buch loben und sich denken „O Gott, was für ein Mist!“, die könnt ihr nicht brauchen. Ihr braucht Leute, die euch sagen, dass es Mist ist und das noch begründen können. Nur so habt ihr die Chance, es noch einmal gründlich zu bearbeiten.

Fein ist auch die Möglichkeit, eure Geschichte in einer Gruppe von Autorinnen / Autoren vorzustellen. Allerdings gibt es nicht allzuviele Gruppen von Kinderbuchautoren. Vielleicht habt ihr ein Literaturhaus in der Nähe, das so etwas bietet. Raue, aber herzliche Kollegenkritik ist das Beste, das ihr bekommen könnt.

 

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Bild: pixabay.com, Alexas_Fotos (Alexandra)

Das Alter der Kinder ist bei Kinderbüchern eine ganz entscheidende Frage – und das gleich in zweifacher Hinsicht.

Normalerweise haben Autoren für Erwachsenenliteratur viele Freiheiten. Eine ist die, das Alter ihrer Protagonisten nach Belieben zu wählen. Da ist ein 16-jähriger Flakhelfer ebenso interessant und taugt zur Emphase bei den Lesern wie ein 100-Jähriger, der sich aus dem Fenster verabschiedet.

Kinderbuchautoren sind vielen Regeln ausgesetzt

Wir Kinderbuchautoren haben diese Freiheit nicht. Zwischen einer Achtjährigen und einem Zwölfjährigen liegen Welten. Wenn also eine Achtjährige ein Buch über eine Detektivbande liest, die aus 13-jährigen Jungs besteht, wird sie wenig Emphase aufbringen. Es sei denn, die Chefin wäre eine kesse Neunjährige.

Kinderbuchhelden sorgsam planen

Wir Kinderbuchautoren sind mal wieder dumm dran und müssen uns an viel mehr Regel halten als andere Schreiberlinge. Und eine heißt: Das Alter deiner Kinderbuchhelden sollte etwas höher als die der Leser liegen. Damit haben wir das Alter gleich zweifach im Auge: Wir müssen genau wissen, für welches Alter wir schreiben – weil es für jedes Alter andere Anforderungen an Textlänge, Satzlänge und Schwierigkeitsgrad gibt. Und ihr müsst überlegen, wie alt eure Heldinnen und Helden sein dürfen. Klar, dass ihr auch da genau überlegen müsst, was Kinder in diesem Alter tun und wie sie handeln.

Jetzt lesen: Zauberhafter Frizzie
Eure Kindergeschichten sollen das moderne Leben widerspiegeln. Schreibt auf keinen Fall Satiren. Die verstehen die meisten Erwachsenen nicht, Kinder nie. Sie nehmen alles, was sie lesen, für bare Münze.

Gut, dann kannst du loslegen mit dem Schreiben. Allerdings nur, wenn du all das beachtest, was ich über die Prämisse, die Biografie der Personen und die Konflikte (dramatische Frage!) geschrieben habe. Du findest das in den Artikeln, die unten aufgelistet sind. Und natürlich in meinem Büchlein mit den goldenen Tipps (siehe Anzeige rechts oder unten).

Besser mit der Hand schreiben

Ein Tipp zum Schreiben: Ich bin es als Journalist gewohnt, meine Artikel gleich in die Computer zu schreiben. Seit 30 Jahren, Tag für Tag. Und doch schreibe ich meine Bücher alle mit der Hand. Das hat mehrere Gründe: Ich muss nicht schon wieder am Mac hocken, sondern die schönen Stunden auf dem Balkon oder der Terrasse genießen. Und es hat den Vorteil, dass ich mein Manuskript abtippen muss – und ich schon hier das erste Mal meine Geschichte überarbeite.

Aber es werden noch etliche Male folgen …

 

Tolles Kinderbuch: Anke Kopietz, Clarissa

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Bild: pixabay.com/lisa runnels

In diesem Buch begleiten wir die kleine Clarissa in ihre Welt. Es ist eine sehr kindliche …

Clarissa muss man einfach mögen – sie ist eine aufgeweckte junge Erdenbürgerin mit braunen Kulleraugen, blonden Zöpfen und einem wachen Verstand. So entgeht ihr nichts im kleinen Dorf irgendwo in Schweden, wo sie wohnt. Und Clarissa ist mit allen möglichen Leuten, Tieren und selbst Bäumen befreundet. Wir erleben sie, wie sie ihre Welt erobert, Kapitel für Kapitel.

Kindliche Welt

Es ist eine kindliche Welt in nahezu vollendeter Schönheit und Harmonie – etwas, das es selbst in den Kinderbüchern kaum mehr gibt; schließlich hat Pippi Langstrumpf vor über 50 Jahren ganz andere Maßstäbe gesetzt – das selbstbewusste Kind, das in einer wenig einladenden Welt zurecht kommt und sich gegen die dämlichen Erwachsenen durchsetzt.

Bei Clarissa ist nichts davon zu spüren. Seltsam unberührt von der modernen Welt und ihre Gefahren und Anfechtungen zieht sie ihre Kreise – und, eigenartig, wir beobachten sie gerne dabei. Denn das Buch entfaltet einen magischen Charme, lockt uns in eine heile Welt, die wir gerne erleben wollen und die wir dankbar genießen; obwohl wir wissen, dass es so etwas gar nicht gibt.

Elternwelten

Es sind auch eher Elternwelten als Kinderwelten. Kinder lassen sich heute meist von den ballernden Transformers beeindrucken, Eltern wünschen sich die heile Welt für ihre Kleinen. Aber vielleicht gibt es auch Kinder, denen der Sinn nach Frieden und Harmonie steht. Für die ist Clarissas Welt ideal.  Man muss es einfach ausprobieren. Und vergessen wir nicht – Clarissa geht noch in den Kindergarten; also ist das auf jeden Fall ganz famoser (Vor-) Lesestoff für Kindergartenkinder.

Auf jeden Fall ist Clarissa ein wirklich lesenswertes Buch.

Kinderbuch schreiben – die richtigen Helden

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Bild: pixabay.com/Holger Langmaier

Kinderbücher ohne Kinder als Helden? Möglich ist das, aber nicht sehr klug.

Natürlich kannst du sprechende Tiere, Pflanzen oder Steine als Hauptpersonen für dein Kinderbuch nehmen. Aber wenn du es dabei belässt, nimmst du deinen kindlichen Lesern eine Menge Identifikationsmöglichkeiten.

Es sollten also immer auch Kinder eine Rolle spielen in deinem Buch. Hauptpersonen müssen sie nicht sein, wäre aber besser.

Eines ist auch klar: Die Kinder in deinem Buch sind immer schlauer und stärker als die Erwachsenen in der Geschichte. Ein herrliches Beispiel, wie das perfekt gelöst ist und wie eine ganze Reihe davon lebt, ist Enid Blytons Serie „Geheimnis um …“ Wie dämlich sich der olle, aber hochnäsige Dorfpolizist Goon anstellt und wie er von Dicky und den anderen jungen Polizisten ausgetrickst wird, das ist lesenswert. Und macht immer wieder Spaß.

Ein anderes gutes Beispiel ist Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren. Pippi zeigt es allen – sie ist schlau und stark, kein Erwachsener hat eine Chance gegen sie. Das Buch ist überhaupt nicht politisch korrekt … aber das macht es seit zwei Generation bei Kindern so beliebt.

Die Biografie

Um das Beste aus deinen Personen herauszuholen, solltest du von jeder Person deines Buches eine Biografie schreiben. Versuche, jeden Aspekt von ihr zu erfassen, richte die Biografie nach der Prämisse deines Buches aus, nach der Moral. Du brauchst ja die Hauptperson, die deine Moral für dieses Buch beweist, du brauchst einen Gegenspieler, der das verhindern möchte. Du brauchst allerdings nur von deinen Hauptpersonen tiefgehende Biografien, für die Nebenfiguren reichen wenige Pinselstriche an Charakterisierung.

Versuche, in deine Personen hinein zu schlüpfen. Führe sie in spannende, eigenartige, furchterregende Situationen – und beobachte, wie sie sich verhalten. Wenn du ihnen vorher einen schlüssigen und stringenden Charakter gegeben hast, werden sie sich auch in diesen Situationen schlüssig verhalten. Wenn nicht, musst du nacharbeiten.

Das Drehbuch

Im Drehbuch solltest du jedes Kapitel kurz skizzieren. Achte dabei auf die notwendigen Konflikte zwischen Held und Gegenspieler. Die Faustregel dabei lautet: Je gründlicher du vorher planst, desto weniger musst du hinterher umschreiben.

Starte durch

Bei einer Kindergeschichte darfst du dir kein längeres Geplänkel erlauben. Sie muss sofort losgehen. Mitten rein ins Geschehen. Der Held / die Heldin sollte sofort erscheinen. Ich behelfe mir oft mit einer Art Vorwort, in dem ich die Hauptfigur vorstelle. Das versuche ich so spannend wie möglich zu machen, damit die Kinder gleich fasziniert sind. Die Jungen Leser müssen ihn schnell kennen lernen, ihm sympathisch finden, um ihm bei der Gefahr, die bald beginnen sollte, die Daumen drücken. Eine gute Geschichte beginnt an dem Tag, der anders ist – Ausgangspunkt für das Abenteuer, das vor euch liegt.

Mehr Tipps – siehe unter Bücher

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pixabay.com/OpenClipartVectors

Kennt ihr schon den faulen Paul? Nicht? Oh, da habt ihr aber etwas versäumt. Weil der faule Paul nämlich tolle Abenteuer erlebt …

Na, werdet ihr sagen, wie kann das denn sein? Ein fauler Kerl, der Abenteuer erlebt? Doch, doch, das geht.

Der faule Paul ist das lebende Beispiel dafür. Er erlebt seine Abenteuer mit den Zeitpiraten, wenn er faul auf dem Sofa liegt und liest. Denn plötzlich kommt der lange Finger des Zeitpiraten Palle aus dem Buch heraus und berührt Paul an der Nase.

Und plöpp ist Paul mitten in dem Abenteuer, von dem er eben noch las.

Zeitpiraten auf Mission

Die Zeitpiraten haben eine Mission – und Paul hilft ihnen dabei. Das wird ziemlich spannend. Im ersten Abenteuer müssen sie gegen echte, fiese Piraten kämpfen. Paul gerät dabei in Gefangenschaft.

Und ein riesiger Drache und ein doofer König kommen auch in diesem Kinderbuch vor.

Es gibt also viel zu lesen in diesem Kinderbuch für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren.

 

 

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Bild: pixabay.com/ergoneon

Es ist schon das zweite Kinderbuch von Prinz Rupi, das mir gefällt. Die Geschichte von Archimedes, den Gartenroboter, erzählt er mit viel Feingefühl, pfiffig und sehr kindgerecht.

So ein Roboter hat’s auch nicht leicht. Kaum kommt ein Nachfolgemodell auf den Markt, mit farbigem Display und Turbo-Chip, ist es um Archimedes geschehen. Seine Herrschaft will ihn nicht mehr. Der olle Roboter soll auf den Schrottplatz, zerwalzt und zerquetscht und schließlich zur Blechbüchse werden.

Flucht in den Wald

Darauf nun hat Archimedes gar keine Lust. Er flieht. Im dichten, dunklen Wald findet er eine Zuflucht und versteckt sich. Aber, das ist kein Leben für einen Gartenroboter – so mit wenig Licht und ohne Blumen. Also macht er sich wieder auf zu den Menschen. Zu anderen Menschen. Nun, die mögen ihn eher nicht – aber zum Glück gibt es die Rasselbande, eine Horde Kinder also. Die helfen Archimedes.

Und am Ende, ja, da macht er sein Glück.

Fein. Schön zu lesen.

 

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Bild: pixabay.com/Unsplash

Bei Enid Blytons Büchern bin ich manchmal etwas im Zwiespalt – sie sind schön konstruierte Kinderbücher, die all das mitbringen, was sie wirklich spannend macht. Und doch wirken manche seltsam altbacken.

Ach ja, die Bücher aus der Kinderzeit sind doch die besten: süffig, spannend, an manchen Kanten eigentümlich rau. Eine der profiliertesten und sicher die meistgelesene Autorin ihrer Tage war Enid Blyton. Von der Schnell- und Vielschreiberin stammt die fantastische Reihe 5 Freunde. Das sind Georg, Tim (ihr Hund), Anne, Julius und Richard. Das Setting der Anfangsbücher der Reihe ist immer das Gleiche: Die drei Kinder Anne, Julius und Richard kommen aus ihrem Internat zu Besuch bei Georg und ihren Eltern. Und sie verbringen einige Tage davon auf der Felseninsel; Georgs Felseninsel, etwas abgelegen vom Festland. Dort gibt es eine verfallene Ruine mit verließartigen Kellergewölben. Und dort warten jede Menge Abenteuer.

Mutter ist krank

So auch diesmal. Ach ja, gleich ist auch wieder, dass Georginas Mutter krank und ihr Vater mürrisch ist. Diesmal ist die Mutter aber so krank, dass sie ins Krankenhaus muss, und der Vater sie begleitet.

So sind die Kinder der fiesen Frau Stock und ihrem Sohn ausgeliefert. Frau Stock ist die Hauswirtschafterin. Später kommt noch ihr zwielichtiger Mann hinzu.

Aber die Kinder sind zu gewitzt und mutig, um sich von diesen seltsamen Leuten lange auf der Nase hermtrampeln zu lassen. Sie büxen auf die Felseninsel aus. Dort wird es dann erst recht abenteuerlich.

Böse Dienstboten

Das Setting ist also immer gleich; auch die bösen Dienstboten kennen wir schon. Vielleicht hatte Frau Blyton ein paar schlechte Erfahrungen gemacht …

Was mich ein wenig entnervt hat: Die Geschichte schleicht sich erst über 100 Seiten dahin, ehe es wirklich spannend wird. Und dann überschlägt sich das Ganze mehrfach, damit die Autorin noch auf den restlichen 60 Seiten mit allem fertig wird. Das war nicht die beste Geschichte der E. B. Seltsam altbacken erzählt – dazu brauchen wir nicht einmal auf die Art und Weise schauen, wie die Eltern (vor allem die Männer) mit ihrem Nachwuchs umspringen durften. Und „Mutti“ und „Vati“ sind auch herrlich verschroben.

Amüsant zu lesen aber ist die Geschichte allemal; man darf halt nur keine heutige Maßstäbe an sie legen.

Marketing-Tools vom Feinsten

300 dpi Frontcover Final - KopieDies ist die Geschichte der kleinen Schnecke „Hörnchen“, welche euch ja schon aus dem „Regentage-Buch gegen Langeweile“ bekannt ist.

Erzählt wird ihre Geschichte über die aufregenden Abenteuer, welche sie mit ihren Freunden erlebt. Lest selbst und erfreut euch an diesem schönen Kinderbuch.

Dieses Buch gibt es als Farbdruck und auch in schwarzweiß, sowie als E-Book

http://tinyurl.com/qzdabug      Hörnchen -Das Buch > EBook

http://tinyurl.com/o43bsca     Hörnchen- Das Buch in Farbe

http://tinyurl.com/ozjn89n       Hörnchen- Das Buch in S/W

Leseprobe

von R.D.V. Heldt, Hörnchen, Das Buch

Unter einer großen Eiche, im dichten Wald, lebte die Familie Schneck. Vater, Mutter Schneck und viele, viele kleine Schneckenkinder bewohnten ein wunderschönes Steinpilzhaus, welches zwei Etagen besaß und in dem auch der Pilzhut ausgebaut war. Eines der Schneckenkinder war Hörnchen.

Gemeinsam mit den Geschwistern hatte es eine schöne Kindheit. Wenn das Wetter es zuließ, verbrachten sie die meiste Zeit draußen in der Natur. Hier trafen sie sich mit Freunden, wie dem Würmchen Kringelein, das so hieß, weil es so gelenkig war, dass es sich wie eine Spirale zusammenkringeln konnte, dem Maulwurf Keinauge, der seinen Namen bekam, weil er total blind war, dem Igel Vegetar, der entgegen seiner Natur keine Schnecken fraß und dem Schmetterling Sonnenschön, der noch schöner und bunter strahlte, wenn die Sonne auf seine Flügel schien.

Wenn diese Rasselbande sich traf, blieb kein Grashalm gerade und die Blumen bangten um ihre Blüten.

In Eintracht

Alle lebten in Eintracht zusammen, denn Feinde kannten sie nicht. Dies lag auch daran, dass sich alle an eine Regel halten mussten, nämlich, auf keinen Fall den Hügel, der sich am nördlichen Waldrand befand, zu überqueren. Vor diesem Hügel waren die Waldwächter postiert, die die Aufgabe hatten, sofort Alarm zu schlagen, wenn Gefahr drohte und Feinde von der anderen Seite des Hügels in ihren Wald kamen.

Bei diesen Wächtern handelte es sich häufig um Vögel, die in den hohen Baumwipfeln lebten, aber auch Kröten übernahmen eine Bodenwache.

Zum Glück passierte es nicht oft, dass ungebetene Gäste die Grenze überschritten. Sollte dies jedoch einmal der Fall sein, begann ein lautes Gezwitscher und Gequake und alle Waldbewohner verschwanden in ihren Behausungen.

 Die Neugier wächst

Als Hörnchen klein war, dachte es sich nichts dabei, wenn Alarm ertönte. Das war eben so. Doch je älter Hörnchen wurde, umso mehr wuchs ihre Neugier.

Fragte sie ihre Eltern, was sich hinter dem Hügel befand, bekam sie immer die Antwort:

„Das wirst du noch früh genug erfahren. Warte einfach ab.“

In der Schule lernte sie rechnen, schreiben, lesen und auch viele Dinge des täglichen Lebens. Die weise Eule, die die Kinder unterrichtete, wusste alles, aber auch sie wich Hörnchens Frage, was sich hinter dem Hügel befand, immer wieder aus. Sie sagte nur:

„Klug ist, wer nicht danach trachtet in Erfahrung zu bringen, was auf der dunklen Seite ist. Also sei klug.“

Hörnchen überlegte und ihr fiel ein, dass die Wächter es auch wissen müssten, denn sie warnten ja schließlich vor den gefährlichen Wesen oder Dingen, oder vor was auch immer. Doch auch bei ihnen stieß Hörnchen auf Schweigen.

Eine Verschwörung

Es war wie eine Verschwörung und die jungen Waldbewohner bekamen keine Informationen.

Ihren Freunden und Klassenkameraden war es egal. Sie interessierten sich nicht dafür. Anders aber Hörnchen.

Tagelang beobachtete Hörnchen den Wechsel der Wächter und wartete nur auf den Augenblick, unbemerkt auf den Hügel zu gelangen.

Eines Abends, Hörnchens Eltern waren überzeugt, dass alle Kinder schliefen, schlich sie sich leise aus dem Haus und kroch so schnell sie konnte einen schmalen Pfad entlang, der gerade nicht bewacht war, weil die Wärter eine Lagebesprechung abhielten. Vor dem Hügel schaute sie sich noch einmal nach allen Seiten um, ob auch wirklich niemand etwas bemerkte, und begann dann mit dem Aufstieg.

Es war Sommer und somit lange hell. Erschöpft kam sie auf dem Hügel an. Ängstlich war sie schon, aber die Neugier war stärker. Hörnchen streckte ihren Kopf nach oben und schaute. – Hm, – dachte sie – ich weiß nicht was alle haben, sieht doch gar nicht schlimm hier aus.- Doch im nächsten Moment sollte sie erfahren, warum es hinter dem Hügel doch gefährlich war.

 Etwas Gewaltiges

Gerade drehte sie ihren Kopf nach rechts, als etwas Gewaltiges auf sie zugeschossen kam. Blitzschnell verkroch sie sich in ihrem Schneckenhaus und hoffte, so unentdeckt zu bleiben. Da irrte sie sich sehr.

Ein junges Kätzchen hatte sie bemerkt und begann nun mit diesem runden etwas zu spielen. Mit ihren Tatzen bewegte es Hörnchen hin und her, dass es dieser ganz schwindelig wurde. Es hörte einfach nicht auf und dann begann Hörnchen zu rollen. Immer wieder bekam sie einen neuen Tatzenhieb und immer weiter kullerte sie, bis, ja bis sie über den Rand eines Abhangs gestoßen wurde und fiel und fiel. Sie schlug auf und lag ganz ruhig da. Immer noch benommen vernahm sie eigenartige Geräusche, die stetig lauter wurden und die sie nie zuvor gehört hatte.

-Was mach ich bloß- dachte sie, noch immer zurückgezogen in ihrem Häuschen. –Hätte ich nur gehört und wäre nicht so leichtsinnig über den Hügel gekrochen-. Nun war es zu spät und sie musste sich dem Ungewissen stellen.

 

Die Autorin:

R.D.V. Heldt schreibt seit vielen Jahren Bücher in den unterschiedlichsten Genre. Sie will sich auch nicht auf ein Genre festlegen, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Rita

Cover

Wie wird ein Unglücksrabe zum Glückspilz?

Kann ein Wichtling die Zeit anhalten?

Werden Leopez und Eichhorn den Aufstieg auf den steilen Himbeerkogel schaffen?

Und wird Kater Bernstein in seiner neuen Heimat doch noch Freunde finden?

Der beste Wegweiser zum Ziel ist ein offenes Herz: Es macht Schweres leicht und Träume wahr… Und genau das zeigt Elisabeth Escher in ihrem Buch Das Leben ist schön.

Konzipiert für Kinder und Erwachsene erweisen sich diese Geschichten als jeweils kleine, lebensphilosophische Kunststücke, die reich an Sprachwitz und Humor die Seele erwärmen.

Dieses Buch schärft das Sehen mit dem Herzen und lässt mit jeder neuen Lektüre Neues in und zwischen den Zeilen entdecken: vor allen Dingen das große Glück, das in den kleinen Dingen wohnt.

Erhältlich ist das Buch im Buchhandel, portofrei über den Verlag Edition Tandem (verlag@edition-tandem.at) sowie über http://www.amazon.de/Das-Leben-sch%C3%B6n-andere-M%C3%A4rchen/dp/3902932074

Elisabeth Escher, Das Leben ist schön und andere Märchen, Illustriert von Luca Leben

96 Seiten, geb., Euro 13,50, Edition Tandem, Salzburg/Wien

Sept. 2013

ISBN 978-3-902932-07-5

Die AElisabeth Escherutorin

Elisabeth Escher, geboren in Wels/OÖ, lebt als AHS-Professorin, freie Mitarbeiterin bei den Salzburger Nachrichten und Schriftstellerin mit ihrer Familie in Salzburg.

Sie ist Preisträgerin des „Christine-Busta-Lyrikpreises 2006“, 2007 erfolgte die Aufnahme in den P.E.N. International, 2013 Preisträgerin  XVI. Gedichtewettbewerb deutschsprachiger Gedichte.

Zahlreiche Publikationen: Kinderliteratur, Italienischlehrbücher, Romane („Bienengift“, „Ein Herz für Hercules“, “Hannas schlafende Hunde”), Lyrik („ So viel Liebe auf Papier“, „worte wege gehen“ “die gestrigen galgen ins heute gestellt”).

Mehr zu Elisabeth Escher: www.elisabethescher.at

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