Schreibtipps: Sachlich und verständlich schreiben

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Bild: Pixabay.com/Anna

Professionelle Texte sind verständlich. Vor allem, wenn es um Sachtexte geht. Klarheit kommt also vor (eingebildeter) Schönheit. Wie machen wir das?

So schreiben Sie gut

Ein Sachtext will informieren. Oberste Richtschnur für einen (journalistischen) Text ist daher die Verständlichkeit. Und um sich verständlich zu machen, stellen Sie das Wichtigste an den Anfang. Ihre Leser wissen gleich, worum es geht. Sachlich schreiben ist auch ein Gebot der Fairness.
Das Wichtigste in Ihren Texten muss nach vorne.

Die berühmten W-Fragen

Um zu erkennen, was das Wichtigste ist, stellen Sie die W-Fragen: Wer?, Wann?, Was?, Wo?, Wie?, Warum?, Woher? Die Antworten darauf schreiben Sie an den Anfang Ihres Textes, in den Vorspann. Der muss nicht alle sieben W-Fragen beantworten, die wichtigsten aber schon. Der Rest der Antworten folgt gleich danach. Wenn Sie so schreiben, haben Sie die wichtigste Voraussetzung für Verständlichkeit erfüllt: Sie teilen dem Leser direkt und ohne Schnörkel mit, worum es in Ihrem Text geht. Selbst wenn er nach dem Anfang aussteigt, weiß er, worum es geht. Ziel erreicht, Sie haben sich mitgeteilt.

Verständlich schreiben, sachlich schreiben

Wir beantworten unter anderem deshalb alle W-Fragen am Anfang unseres Artikels, um uns verständlich zu machen.

Ganz nebenbei: Auch literarische Texte sollten verständlich sein – sonst geht die Botschaft verloren. Und deshalb schreiben wir doch: dass man uns versteht. Der richtige Weg dazu: sachlich schreiben. So sollten wichtige Informationen auch hier an den Anfang des Textes. Und nur funktioniert am Schluss der Überraschungseffekt – wenn die Leserin/der Leser informiert war. Selbst, wenn wir unsere Leser auf eine falsche Fährte setzen: Ohne wichtige Informationen am Anfang geht das nicht.

Weitere Tipps: Klaus Krüger, Das Geheimnis erfolgreicher Pressearbeit, Kindle Edition, ASIN: B005E0C6U8, ISBN: 9783844206784.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

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