Schreiben für Kinder: Die Eigenschaften deiner Helden

Bild: pixabay.com/ClkerFreeVectorImages

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Wir müssen bei den jungen Lesern Emphase und Bewunderung wecken – für die Helden unserer Bücher. Und mit den Helden. Das erreichen wir mit einem gelungenen Cocktail an Eigenschaften.

Welcher Charakter soll es denn sein? Auf jeden Fall ein stimmiger; er muss zu unseren beiden Hauptpersonen (Held und Anti-Held) und allen andere passen.
Der Charakter muss also die Person in sich stimmig und rund machen. Und er muss zu der Aufgabe passen, die du für diese Personen vorgesehen hast. Die entscheidende Rolle dabei spielt – ja, ihr habt gut aufgepasst – die Moral.
Um sie in unserem Buch zu beweisen, müssen die Personen konsequent konstruiert sein. Ich möchte es noch einmal betonen, es ist wirklich sehr wichtig.

Außergewöhnliche Eigenschaften der Kinderbuchfiguren

Der Charakter unserer Personen darf dabei ruhig mit Eigenschaften versehen sein, die höchst ungewöhnlich sind; nicht überlebensgroß, aber herausragend. Und unsere Leser in ihren Bann schlagen. Es sollte Charaktere sein, die aufmerken lassen – über die man einfach spricht.

Dabei solltest du dem Helden auch ein paar Kratzer im Lack (Macken) verpassen. Und dein Gegenspieler darf ruhig die eine oder andere gute Eigenschaft haben. Male eher Grautöne als ein Schwarz-Weiß-Bild.

Lesen! Die Abenteuer des faulen Paul

Wir legst du nun die Charaktere für deine Personen an?
Da gibt es verschiedene Wege. Manche Autoren entwerfen ganze Sittengemälde einschließlich einiger Zeichnungen von ihren Helden. Zusätzlich machen sie umfangreiche Interviews über Vorlieben und Abneigungen, Biografisches etc pp der Personen.
Andere schreiben drauflos und lassen die Personen sich selbst entwickeln.
Gehen wir den dritten Weg! So ganz ohne Vorplanung geht es meiner Meinung nach nicht. Ich versuche sie aber so leicht verdaulich wie möglich zu halten. Von den wichtigsten Personen lege ich ein kleines Psychogramm an. Darin steht auch, wie sie aussehen.
Das war’s.

Ich bin stinkfaul, ich geb’s zu!

Wenn ich es intensiver festlege, vergesse ich es eh wieder. Und: ich bin einfach stinkfaul. Das heißt, ich stecke meine Energie lieber in meine Geschichte.
Und lasse mich durchaus von so mancher Entwicklung überraschen – sofern sie im Ramen der Geschichte bleibt, den ich natürlich festlege. Die Moral! Ihr wisst schon.

So, nun wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Schreiben. Und denkt daran: Immer schön locker bleiben …

Mehr Schreibtipps gibt es im Buch 41 Tipps … (siehe Laufleiste unten)

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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