Niels Rudolph erschafft die Weberin der Magie

Irischer Wiskey / Die Weberin der Magie

Bilder: pixabay.com/Michael Shivili

Spannende Fantasy hat Niels Rudolph mit seinem Buch Die Weberin der Magie geschrieben.

Meere von Whiskey

Whiskeymeere umgeben die Scherbenländer. Was für eine prächtige Idee! Da zerbricht einem ärgerlichen Gott aus dem Olymp sein Krug, und klirr, ist eine neue Welt erschaffen! Und in dieser Welt ist allerhand los. Und auf den Meeren. Denn im Alkoholdunst bleibt so manche Schiffsbesatzung besoffen auf der Strecke.

Heldenreise der besonderen Art

Der Held, ein Zauberlehrling namens Wulfhelm, muss sich nach klassischem Muster, auf die Reise machen, um den Gral, hier ein Szepter, das die Welt retten soll, zu finden.
Der junge Mann hat natürlich keinen Schimmer, wie er das anstellen soll. Unterwegs trifft er auf die junge Kriegerin Harika, ein eigensinniges, impulsives Mädchen, die sein Herz höher schlagen lässt. Später kommt noch Darius, der Dieb, dazu, und gemeinsam müssen viele Abenteuer bestanden werden.
Die Figuren sind mehrdimensional, die Charaktere sehr persönlich in ihrer Art konzipiert, das passt auch.

Weberin der Magie: Orks, Goblins, Trolle pflastern ihren Weg

Die grauslichen Waldbewohner, die zum Teil auch Menschenfleisch schätzen, begegnen dem Trio, eine Hexe wird bekehrt, die böse Zauberin will verhindern, dass Wulfhelm sein Ziel erreicht, die Elemente sind uns wohlvertraut. Aber, und das ist das Erfreuliche an diesem 1. Band aus den Chroniken der Scherbenländer, die Art, in der Niels Rudolph diese Heldenreise erzählt, ist einfach bestechend.

Harikas Pferd ist eigentlich Schauspieler

und richtig sauer auf den Autor Niels Rudolph, der ihm in dem Buch eine Statistenrolle ohne Text zugedacht hat. Immerhin hat es in der Rolle des Tristans sein Talent einst bewiesen. Das Pferd bezeichnet Rudolph als widerlichen Schreiberling, herrlich. Und es gibt viele solche Sequenzen, diese soll nur als Beispiel für den erfrischenden Erzählstil des Autors dienen. Zitate aus der Welt der Fantasyliteratur sind homogen eingestreut. Durchaus feministische Grundsätze gibt es zu lesen, die Dialoge sind bestens gebaut, alles in allem ein lesenswertes Vergnügen. Denn immer ist da eine große Leichtigkeit des Erzählens zu spüren, unverbrauchter Humor, niemals platt, stets originell, obwohl derartige Heldenreisen schon reichlich ausgelutscht wurden in der Literatur.
Hier muss ich sagen: Hut ab, klasse!

Externe Autorin

Mehr zum Buch: www.scherbenlaender.de

Niels Rudolph, Die Weberin der Magie, ISBN 9781477509708

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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