Reiche, Dietlof, Freddy, Ein Hamster lebt gefährlich

Hamster Freddy

Bild: pixabay.com/christian chigot

Tja, Eitelkeit ist ganz schön gefährlich. Das muss Freddy, der schriftstellernde Hamster, erleben – denn plötzlich ist der finstere Dr. Dittrich hinter ihm her … und da hört der Spaß auf!

Abenteuer des Hamsters Freddy

Bis zu diesem Abenteuer hatte es Freddy ja noch ganz gemütlich – er musste nur Mutti austricksen und die beiden singenden Meerschweine Enrico & Caruso in Schach halten – was zugegeben nicht so einfach ist; und Freddy in jedem Abenteuer von neuem bis unter die Haut nervt. Aber weil Freddy ein schlauer Hamster ist, der zwar nicht sprechen, dafür aber lesen und schreiben kann, schafft er jede Hürde.

Freddys verhängnisvoller Fehler

Doch im neusten Abenteuer – Ein Hamster lebt gefährlich – bringen ihn ausgerechnet diese für einen Hamster ungewöhnlichen Eigenschaften so richtig in Schwierigkeiten. Denn Freddy ist Schriftsteller, und schreibt seine Abenteuer selbst auf. Dazu benutzt er den Macintosh seines Herrn, Master John. Eigentlich weiß nur der von Freddys außergewöhnlichen Fähigkeiten; und natürlich die beiden Meerschweine und der gebildete Kater Sir William, die alle bei Master John in der Wohnung leben. Aber dann macht Freddy einen verhängnisvollen Fehler; den mag man verstehen, schließlich sind Schriftsteller eitel und wollen, dass man sie bewundert.

Verrückter Hamsterforscher

Aber gefährlich wird es trotzdem – denn Freddy veröffentlicht seine Geschichte im Internet. Fatal, fatal, liest doch ein gewisser Dr. Dittrich von Freddy und seinen Fähigkeiten. Das ist nicht irgendjemand, sondern ein ebenso berüchtigter wie skrupelloser Hamsterforscher. Dessen brennender Ehrgeiz ist es, endlich seine Theorie zu beweisen – dass Hamster nämlich durchaus lesen und schreiben können, weil ihre beiden Gehirnhälften miteinander verbunden sind. Dr. Dittrich hat schon lange noch dieser Verbindung gesucht; dazu hat er Hunderten von Hamstern einen qualvollen Tod bereitet: Er hat ihr Gehirn bei vollem Bewusstsein auseinander geschnitten und untersucht. Bislang ohne Erfolg. Bis zu dem Moment, als er auf Freddys Geschichte im Internet stößt, von dem Hamster selbst verfasst.

Dr. Dittrich muss Freddy haben – unbedingt

Hamster Freddy bekommt gerade noch rechtzeitig Wind von den Plänen des finsteren Hamsterforschers und flieht. Mit dabei sind – natürlich – sein ritterlicher Freund Sir William. Und – ebenso natürlich – die beiden Scherzschweine Enrico & Caruso, denen nichts heilig ist und die ständig schräge Witze auf Freddys Kosten reißen.

Herrlich schnoddriger Ton

Die wilde Jagd, die Freddy und seine Freunde sogar in die Unterwelt zu den Kanalratten führt, endet wie sie enden muss: In den Fängen des verrückten Doktor D..

Zweiter Band

Ob Freddy sich daraus retten kann? Oder ist damit die Freddys Abenteuer-Serie mit dem zweiten Band auch schon zu Ende?
Selbst lesen! Ein Freddy-Roman sprüht vor lustigen Ideen. Freddys Autor Dietlof Reiche pflegt einen herrlich schnoddrigen Ton. Freddy lohnt also sich immer – für große und kleine Kinder. Und solche, die es werden wollen …

Dietlof Reiche, Freddy, Ein Hamster lebt gefährlich, Taschenbuch: 168 Seiten, Verlag: Beltz; Neuauflage 3. September 2009, ISBN-10: 3407786239, ISBN-13: 978-3407786234, EUR 6,95, ab 10 – 11 Jahre.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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