Osswalds Kosmos: Andys Kacke

Bild: pixabay.com

Gut. Hunde sind süß. Wie sie mit feuchter Schnauze und Dackelblick durch unser Leben springen. Lustig bellen und mit dem Schwanze wedeln. Allerdings haben Hunde auch Eigenarten. Und glauben Sie mir: Sie werden einen erwischen, der jede Menge Eigenarten hat.

 

Andy von der Alm, Osswalds blonder Hund, ist in der Pubertät. Kein Wunder, dass ihn selbst Mutti nicht mehr abrufen kann. Das will etwas heißen, Mutti Osswald ist eine Respektsperson. Und das ist bei den Rüden Rühmann und Andy nicht anders. Normalerweise. Doch jetzt ist es sehr wohl anders. Mutti kann rufen und pfeifen wie sie will Andy genießt erst einmal ausgiebig seinen gefundenen Leckerbissen den Haufe Scheiße hinter den Büschen. Erst dann kommt er zu Mutti zurück. Aus dem Maul stinkt er wie eine Jauchengrube. Zu Hause geht es erst einmal in die Badewanne, das Fell hat auch einiges abbekommen, weil Andy sich in der Scheiße wälzte. Das tun nicht alle Hunde – die beiden Exemplare der Osswalds aber sehr wohl.

Andy stinkt

Die Pubertät der beiden Hunde ist nicht viel anders als die er beiden Osswald-Söhne Distel und Atlas; Blödsinn machen sie genug. Gut, sie fressen keine Scheiße, das ist auch gut so, denn Scheiße ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Andy jedenfalls pfeift sich einen massiven Bandwurm ein. Das ist vor allem für die Osswalds unangenehm – denn wenn Andy sich einen Bandwurm eingefangen hat, bekommt er Durchfall. Außerdem steht er dann an Osswalds Bett und hechelt ihm ins Gesicht; und Osswald erwacht von einem infernalischen Gestank und glaubt für eine kurze Weile, der Andy habe ihm das andere Ende zugewandt.

Aber Durchfall ist auch doof. Wenn er den hat, geht Andy nachts ins Wohnzimmer herunter und scheißt sich frei. 

Dünner Haufen

Am Morgen wischt Osswald, der als Erster aufsteht, erst mal das halbe Wohnzimmer, ehe er Tee und Kaffee kochen will. Dummerweise liegt noch ein dünner Haufen von Andy an einem unbeleuchteten Stelle zwischen Tisch und Wand. Osswald latscht mit den Hausschuhen rein, merkt das aber nicht und verteilt seine Tapser Hundescheiße einmal quer durchs Wohnzimmer, ins Esszimmer und in die Küche.

Einmal noch tappt Osswald auch auf dem Rückweg in den Haufen und frischt seine Spuren auf.

Das Ergebnis ist eine ausgewachsene Sauerei die Frau Osswald an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt, als sie jetzt die Küche betritt.

Osswald wischt zu zweiten Mal das Wohnzimmer, dazu Essecke und Küche.

Hast du nichts gerochen?

Frau Osswald fragt: „Dass du das nicht gerochen hast. Es riecht doch überall nach Scheiße. Nein, statt dessen latscht du rein. Das ist wieder mal typisch!

Der Haufen lag doch im Schatten. Wie soll ich den denn riechen?

Ach so, sieht Frau Osswald diese männliche Logik ein.

Hunde  jedenfalls bringen einen vollkommen durcheinander auch Osswald. Und Sie sollten sich das mit dem Hund wirklich gut überlegen …

Mehr Osswald. Mehr Satire. Siehe Buchwerbung rechts.

 

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

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