Ordentlich arbeiten – auch beim Kinderbuch!

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Es ist doch immer wieder witzig – derjenige, der sich am wenigsten an seine Ratschläge hält (und seinen Ratgeber, siehe Laufleiste rechts), bin ich. Was predige ich vom gründlichen Planen – vorher natürlich, Pläne hinterher sind ja irgendwie keine und Mist sind sie sowieso. Aber ich liebe auch das Fabulieren, die Einfälle, eine Geschichte, die sich selbst vorantreibt. Also bin ich immer wieder ungeduldig und neige dazu, loszuschreiben, ehe die Geschichte rund ist.Gut, ich mache schon eine grobe Ablaufskizze.

Spontanes Schreiben rächt sich

Aber, wenn ich losschreibe, ehe ich die Geschichte mit all ihren Details kenne, rächt sich das – ich muss sie hinterher umso härter umarbeiten.
Beim Frizzie habe ich das 13 Mal gemacht, davon mindestens fünf Mal grundlegend. An dem Buch habe ich auch 4 Jahre geschrieben. Frizzie war aber auch ein Experiment, ob ich Kinderbuch überhaupt kann. Und es war mein erstes.
Beim Paul geht es schon geplanter weiter. und den schaffe ich auch mittlerweile in einem halben Jahr; alles in allem. Gut, die Paul-Romane sind kürzer als der Frizzie.
Und ich muss auch zu meiner Ehrenrettung sagen: Bei Paul III, den ich gerade fertig habe, war der Paul II das Problem. Denn da hat meine Lektorin etwas herausgekürzt, was eigentlich die Voraussetzung für den III. Band war. Nun muss ich das Buch neu aufsetzen, das Setting anders aufbauen und einige andere Hürde aufbauen. Eigentlich, so denke ich manchmal, hängt die ganze Geschichte in der Luft.

Den Paul überarbeiten

Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und noch einen Paul III schreiben müssen; und den jetzigen Band III zu IV machen.
Aber: Wo ist das Problem? Ich liebe es, Kinderbücher zu schreiben. Und jung bin ich auch noch (keine 80!).
Also: Gute Planung ist die Seele eines Kinderbuches – oder was meint ihr?
Ich freue mich über jeden Kommentar!

So, nun habe ich auch das geschafft – mehr noch: Paul III ist soweit fertig, ich überarbeite ihn noch ein viertes Mal, zusammen mit meinem Sohn. Und dann ab ins Lektorat. Paul IV ist handschriftklich fertig – aber ich werde wohl noch ein weni daran basteln müssen. Und auch Paul III wird noch eine Änderung erfahren …

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

2 Kommentare:

  1. Das Buch scheint gut zu sein. Das muss ich unbedingt lesen. Nur leider scheint da nichts über die Verlagssuche drin zu stehen. Damit habe ich persönlich nämlich die meisten Schwierigkeiten. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, weil ich mir nicht sicher bin wobei es bei einem guten Verlag drauf ankommt? Bei meiner Suche nach dem passenden Verlag bin ich z.B. auf den Frieling Verlag in Berlin aufmerksam geworden. http://www.frieling.de Dieser scheint mir sehr gut zu sein. Dort werde ich es glaube ich als aller erstes probieren. Wenn jemand Tipps für mich hat: HER DAMIT.

    Liebe Grüße

  2. Hallo Susi, danke für den Kommentar. Ich habe bewusst nichts über die Verlagssuche geschrieben – das wäre ein eigenes kleines Buch. Grundsätzlich finde ich es gut, von einem Verlag betreut zu werden. Oder einer Literaturagentur. Mein fauler Paul erscheint in der Chichili Agency. Vorsichtig wäre ich immer mit „Verlagen“, die um Autoren werben. Und vor allem solchen, die Geld vom Autoren verlangen. Die kassieren nämlich nur und machen nicht viel für dein Buch. Da ist es dann besser, das Buch von einer guten Lektorin bearbeiten zu lassen, die auch Geld kostet – und es dann selbst über Kindle, epubli etc zu publizieren. Ein Trick ist es, das Buch OHNE ISBN selbst zu publizieren. Dann ist es quasi noch „frei“, wenn du doch noch einen Verlag findest. LG BL

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