Nadine d’Arachart, Sarah Wedler, Nebelflut

Bild: pixabay.com/PublicDomainPictures

Für jeden, der Krimis liebt, die uns tief in die Abgründe der menschlichen Psyche schauen lassen, ist Nebelflut genau das Richtige.

Wenn schon Krimis, dann solche: Bücher also, die gnadenlos und unbarmherig hineinleuchten in die Dunkelheit menschlicher Seele. Und die uns geschickt in die Irre führen – um dann doch ein in sich stimmiges Pschychogramm der Opfer und Täter zu entwickeln.
Das Autorinnen-Duo Nadine d’Arachart und Sarah Wedler hat mit Nebelflut jedenfalls ein Glanzstück der Kriminalliteratur abgegeben.

Der Leser braucht allerdings ein wenig Geduld, um die vielen Fäden der Handlung zu verstehen. Hier der Fall der vor 19 Jahre verschwundenen Amy, deren Schicksal in harten Rückblenden beleuchtet wird. Dort ihre Familie, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr in Schuld (und Sühne) verstrickt. Und schließlich ist da noch das Ermittler-Duo Brady und Sean, die unterschiedlicher nicht sein könnte und das sich manchmal eher behindert als die Sache voranbringt.

Blutige Kleider gefunden

Wir stoßen zu der Geschichte, als Amys blutige Kleider aus einem Fluss nahe Dublin gefischt werden – an einem tristen irischen Vorweihnachtstag.
Und sie nimmt uns gefangen bis zur letzten Seite – psychologisch stimmig, von den Charakteren überzeugend und spannend zu lesen.

Kompliment – ich bin entzückt. Wir dürfen auf weitere Werke gespannt sein …

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

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