Kinderbuch schreiben: Das richtige Alter für den Helden

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Bild: pixabay.com, Alexas_Fotos (Alexandra)

Das Alter der Kinder ist bei Kinderbüchern eine ganz entscheidende Frage – und das gleich in zweifacher Hinsicht.

Normalerweise haben Autoren für Erwachsenenliteratur viele Freiheiten. Eine ist die, das Alter ihrer Protagonisten nach Belieben zu wählen. Da ist ein 16-jähriger Flakhelfer ebenso interessant und taugt zur Emphase bei den Lesern wie ein 100-Jähriger, der sich aus dem Fenster verabschiedet.

Kinderbuchautoren sind vielen Regeln ausgesetzt

Wir Kinderbuchautoren haben diese Freiheit nicht. Zwischen einer Achtjährigen und einem Zwölfjährigen liegen Welten. Wenn also eine Achtjährige ein Buch über eine Detektivbande liest, die aus 13-jährigen Jungs besteht, wird sie wenig Emphase aufbringen. Es sei denn, die Chefin wäre eine kesse Neunjährige.

Kinderbuchhelden sorgsam planen

Wir Kinderbuchautoren sind mal wieder dumm dran und müssen uns an viel mehr Regel halten als andere Schreiberlinge. Und eine heißt: Das Alter deiner Kinderbuchhelden sollte etwas höher als die der Leser liegen. Damit haben wir das Alter gleich zweifach im Auge: Wir müssen genau wissen, für welches Alter wir schreiben – weil es für jedes Alter andere Anforderungen an Textlänge, Satzlänge und Schwierigkeitsgrad gibt. Und ihr müsst überlegen, wie alt eure Heldinnen und Helden sein dürfen. Klar, dass ihr auch da genau überlegen müsst, was Kinder in diesem Alter tun und wie sie handeln.

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Eure Kindergeschichten sollen das moderne Leben widerspiegeln. Schreibt auf keinen Fall Satiren. Die verstehen die meisten Erwachsenen nicht, Kinder nie. Sie nehmen alles, was sie lesen, für bare Münze.

Gut, dann kannst du loslegen mit dem Schreiben. Allerdings nur, wenn du all das beachtest, was ich über die Prämisse, die Biografie der Personen und die Konflikte (dramatische Frage!) geschrieben habe. Du findest das in den Artikeln, die unten aufgelistet sind. Und natürlich in meinem Büchlein mit den goldenen Tipps (siehe Anzeige rechts oder unten).

Besser mit der Hand schreiben

Ein Tipp zum Schreiben: Ich bin es als Journalist gewohnt, meine Artikel gleich in die Computer zu schreiben. Seit 30 Jahren, Tag für Tag. Und doch schreibe ich meine Bücher alle mit der Hand. Das hat mehrere Gründe: Ich muss nicht schon wieder am Mac hocken, sondern die schönen Stunden auf dem Balkon oder der Terrasse genießen. Und es hat den Vorteil, dass ich mein Manuskript abtippen muss – und ich schon hier das erste Mal meine Geschichte überarbeite.

Aber es werden noch etliche Male folgen …

 

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....
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