Falsches Spiel – und die Fäden der Geschichte scheinen arg verknäult. Kann Schnüffler Dave Ofrion sie entwirren?

Detektivroman: falsches Spiel

Bild: pixabay.com/Thomas Breher

Auch Schnüffler leben gefährlich – wenn sie Dinge sehen, die sie nicht sehen sollen. Aber für Dave Ofrion wird ein falsches Spiel in seiner eigenen Spionagefirma beinahe zum Verhängnis. Wer spielt das falsche Spiel?

Perfekter Spion

Dave Ofrion liebt seinen Beruf. Für die Spionagefirma Surveyor Systems anderen Leuten hinterher zu schnüffeln, ist genau das, was er will. Dabei hat es Dave zu einer ernsthaften Perfektion gebracht. Er ist ein echter Profi beim Schnüffeln. Und er kennt sich mit der ausgefuchstesten Technik aus. Vieles davon bastelt er selbst.

Ziemlich geschockt

So ist Dave völlig geschockt, als ausgerechnet bei einem seiner Überwachungen alles aus dem Ruder läuft: Sein Klient (oder Überwachungsopfer) wird gekidnappt, dessen Leibwächter erschossen. Als Dave sich davon überzeugen will, ob wirklich passiert ist, was er im gegenüberliegenden Zimmer auf seinen Überwachungsmonitoren sieht, wird er von der Bande gesehen, die den Anschlag auf dem Gewissen hat.

Tödlicher Wettlauf

Für Dave beginnt ein tödlicher Wettlauf. Die Killer wollen Dave zum Schwiegen bringen; vor allem, weil sie zwar seine Aufzeichnungsgeräte zerstört haben, Dave aber automatisch ein Backup in seinen Wagen überspielt. Für die Profikiller – offensichtlich steckte Daves Überwachungsopfer tief in Waffenschiebergeschäften – geht es um alles oder nichts. Sie dürfen Dave nicht entkommen lassen. Eine gnadenlose Jagd beginnt.

Finstere Machenschaften, falsches Spiel

Aber es ist seltsam: Dave bekommt von seiner Firma nicht die Unterstützung, die er sich erwartet. Schlimmer noch: Irgend etwas stimmt da nicht. Surveyor Systems scheint selbst in die Machenschaften verstrickt zu sein, die Dave entdeckt hat.
Nun wird der junge Mann zweifach zum Gejagten. Aber allmählich wird den Lesern klar, dass Dave nicht in diese Sache hineingestolpert ist, wie anfangs alles vermuten lässt. Nein, er ist ein FBI-Agent, der sich in die Spionagefirma eingeschleust hat, um das Leck in der Firma aufzudecken.
Leute aus der Firma verkaufen Sicherheitsware an Terroristen und verdienen damit ein Vermögen. So lautet die Vermutung, und Dave soll das beweisen. Mit dem Fall des Gekidnappten ist Dave plötzlich ganz dicht dran am Geschehen. Zu nah dran.

Auftrag erfüllt

Er schafft es aber, trotz Flucht und Lebensgefahr, seinen Auftrag zu erfüllen und seinerseits die Maulwürfe von Surveyor Systems auszutricksen und zu enttarnen. Das schafft Dave am Ende mit einem fulminanten Trick und Täuschungsmanöver. Der Überraschungscoup ist Autor Michel Honaker durchaus gelungen.
Das Buch liest sich leicht, die Geschichte ist spannend von der ersten Seite an.
Ein prima Buch für Jugendliche Spionage- und Thrillerfans ab 14 Jahren. Für alle, die James Bond lieben.

Michel Honaker ist 1958 in Frankreich geboren und als Autor preisgekrönt. Er hat mittlerweile über 60 Romane veröffentlicht, der erste Roman von ihm erschien mit 22 Jahren.

Michel Honaker, Falsches Spiel, ein Spionage-Krimi im FBI-Milieu, Kosmos Verlag, 10,95 Euro, ISBN 978-3-440-12635-6.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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