Genial: Hein, Sybille, Das Streiche Strolche Quatsch Buch. Zum Totlachen beim Nachmachen

Das Quatschbuch

Bild: pixabay.com/LoggaWiggler

Ein Buch randvoll mit Quatsch – so ist es recht! Eine herrliche und anregende Lektüre für große & kleine Quatschköpfe…

Was ein Quatschmacher wissen muss

Nichts für schwache Nerven: Ein Buch randvoll mit Unfug und Streichen präsentiert Sybille Hein mit Das Streiche Strolche Quatsch Buch.
Wer noch einen Funken Kind in sich trägt, der muss dieses Buch lieben. Es ist randvoll mit Unfug und versammelt alles, was ein echter Quatschmacher wissen muss: Wie man Tante Tüttel an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt – indem man sie mit der Kochtopf-Alarmanlage erschreckt. Oder wie man Papa mit Schaum vorm Mund herumlaufen lässt – indem man seine Zahnbürste mit Seife behandelt. Oder wie man Mama ganz schön sauer schauen lässt – indem man ihr einen Schaumkuss präsentiert, den man vorher vorsichtig mit Senf gefüllt hat. Bäh, das ist fies. Auch Sybilles selbst gebastelte Stinkbombe hat es in sich – da ist man froh, wenn man ganz weit weg ist …

Riesenquatsch und tolle Streiche

Unglaubliche Streiche und einen Riesenquatsch hat Sybille Hein in ihrem Buch versammelt. Da kommt man auf manchen Seiten kaum mehr aus dem Lachen heraus; wenn man sich nur vorstellt, wie ihre Streiche wirken. Zum Beispiel die Sache mit dem fiesen Faden, den man sich aus dem Hemd hängen lässt – und der lang und länger wird, je mehr man an ihm zieht. Oder wer kann sich nicht vorstellen, wie toll die Kotzmilch wirkt – wenn sich der große Bruder Milch in sein Glas schüttet und sie ist grün (weil eingefärbt mit Lebensmittelfarbe). Was auch schön ist – eingefärbtes Bier. Einfach mal Papa damit ärgern …

Blut aus dem Wasserhahn

Blut aus dem Wasserhahn gefällig? Nichts leichter als das – ein bisschen rote Tinte auf das Sieb kurz vor dem Auslass getropft – und schon fließt es.
Was sicher auch ganz toll wirkt: Chili in den Teebeutel schmuggeln – zum Feuer speien.
Und wer die ganzen Streiche durchgemacht hat, der bekommt am Ende noch eine Belohnung: das Quatschdiplom.

Wem schenken?

Eltern sollten sich sehr wohl überlegen, ob sie das Buch ihren eigenen Kinder schenken sollen – am Ende trifft sich so mancher Unfug. Aber da wären ja noch die lieben Kinderlein der lieben Schwester …

Sybille Hein schreibt selbst (auf ihrem Blog): „Das Tolle an Streichen ist: Sie kommen nie aus der Mode und sind saisonunabhängig! Und wetten … Deine Großeltern haben schon Schabernack getrieben, dein Papa ist sowieso ein echter Rotzlöffel und wer weiß, ob Deine Mama nicht auch schon mal heimlich einen Popel in den Hefeteig geknetet hat??!! Hier findest Du die lustigsten, kitzeligsten, schlabberigsten, stinkigsten und überhaupt ausgebufftesten Streiche aller Zeiten!!!? Zum Nachmachen und scheckig lachen bestens geeignet.“

Starke Nerven

Aber klar ist auch: Wer anderen solche Streiche spielt, der braucht starke Nerven – erst mal, damit man sich nicht vorher schlapp lacht und damit schon alles verrät. Und dann, so schräge Sachen auch anderen anzutun – das ist auch nicht jedermanns Sache. Und schließlich, die Strafen auszuhalten, die man dafür bekommt. Denn nicht jeder hat so viel Humor und lacht sich über die Streiche schlapp. Mancher wird sich auch nicht daran erinnern, dass er selbst mal jung war und anderen Leuten Streiche gespielt hat.
Das Buch von Sybille Hein ist übrigens mit wunderschönen und rotzfrechen Zeichnungen geschmückt, die von der Autorin selbst stammen.

Biografisches

Sybille Hein ist 1970 geboren und eine leidenschaftliche Qatschnudel. Sie arbeitet in einem Atelier im Prenzlauer Berg in Berlin, probiert jeden Streich an ihren Ateliergenosse aus – und macht auch Kabarett für Erwachsene – das ist Quatsch für große Leute.
Wer noch mehr über Sybille Hein erfahren will, der klicke sich mal durch die Seite.

Sybille Hein, Das Streiche Strolche Quatsch Buch, Beltz & Gelberg Verlag, ISBN 978-3-407-799807, 14,95 Euro.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

Kommentar verfassen