Fantasy: Jessica Oldach, Tensistoria, Schwarze Spuren

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Bild: pixabay.com/Anja Osenberg

Der aktuelle Band der Romanserie Tensistoria ist wohl gelungen. Das Buch ist spannend, die Sprache schlank.

Alles beginnt mit einem Albtraum: Neythen Gallas wollte eigentlich wieder mal nur eine seiner vielen Frauengeschichten erleben – aber dann durchlebt er Horror pur. Er erwacht in einem Körper, der nicht seiner ist. Er bekommt es mit Kreaturen zu tun, denen man eigentlich nicht begegnen will. Nicht in seinen schlimmsten Träumen. Und schon gar nicht in der Wirklichkeit.

Das alles ist hinlänglich spannend und dazu spannend erzählt. Und nach kurzer Zeit fiebert der Leser auch mit dem Helden mit – auch wenn er am Anfang etwas breitbeinig daherkommt, und man ihm zunächst die kleine Strafe dafür gönnt.

Albtraum soll enden

Aber es bleibt ja nicht bei der kleinen Strafe, es wird eine richtig große; und wir drücken bald die Daumen, dass der Albtraum irgendwann endet. Zumal sich Neythen in der Geschichte wandelt.

Jessica Oldachs Sprache passt zu der Geschichte – sie schreibt klare, übersichtliche Sätze, die mal das Tempo erhöhen, mal Fahrt rausnehmen. Und ihr Bemühen, einfach zu bleiben, zeigt, dass sie mit ihrem Werkzeug umgehen kann. Die Autorin hat es gar nicht nötig, auf den Busch zu klopfen.

So ist Tensistoria, Schwarze Spuren ein rundherum gelungenes Buch, das pures Lesevergnügen vermittelt. Und weil sich bereits ein weiterer Band ankündigt, freuen wir uns darauf.

Über Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....