Dunn Carola, Miss Daisy und die tote Sopranistin

Langweilig!
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Miss Daisy und die tote Sopranistin von Carola Dunn gefällt mir nicht. Ich finde es langweilig! Aber manche finden eine gepflegte Langeweile ja very Britisch …

Daisy ist Kult

Sie ist Kult, die gute Miss Daisy. Ich verstehe nur nicht, warum das so ist. Vielleicht hätte ich zunächst die ersten Bände lesen sollen, vielleicht sind sie besser. Dann ich hätte mich in Daisy verliebt und sie auch hier gerne ermitteln sehen. Mag sein.

Unglaubliche Langeweile

Der vorliegende Band „Miss Daisy und die tote Sopranistin“ allerdings zeichnet sich durch unglaubliche Langeweile aus. Die Ermittlungen spielen sich nur in ellenlangen Gesprächen ab, die Komposition des sonstigen Geschehens ist extrem mager. Es gibt eigentlich nur 4 Orte, an denen sich Daisy befindet – einschließlich eines Essens im Restaurant und eines Kurzbesuchs zu Hause.

Es passiert fast nichts

Sonst passiert nahezu nichts. Das ödet den Leser an. Außerdem reißt der Mordfall nicht wirklich mit. Es interessiert einfach niemanden, warum die Sopranistin sterben mußte. Die Motivlinien sind zu offensichtlich gelegt; so vielfältig, auf dass der Leser lange grübeln müsse. Was er aber nicht tut, weil es zu offensichtlich ist. Und dann trägt die gute Miss Daisy kaum etwas zur Aufklärung des Falls bei. Sie mischt zwar überall mit und sich überall ein – aber die Lösung findet dann doch Mr. Fletcher, der Ermittler. Daisy selbst ist überrascht, als sie erfährt, wer der Täter ist.
 Das widerspricht wirklich allen Regeln der Kunst. Ich bin enttäuscht. Aber vielleicht ist das Buch ja auch nur als Einschlafhilfe gedacht. Dazu taugt es gut …

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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