Die drei ??? – Straße des Grauens: Leicht unglaubwürdig

Drei ???, Straße des Grauens

Bild: pixabay.com/OpenClipartVectors

Auf die drei ??? lass ich ja fast nichts kommen – auch nach Jahren ist die Serie noch gut. Die Straße des Grauens aber scheint mir streckenweise arg konstruiert. Auch das passiert bei einer Kultserie hie und da.

Das Buch ist spannend – keine Frage. Die drei jungen Detektive Justus, Peter & Bob bekommen Rätsel zu knacken – aber nicht zum Spaß, sondern, um den entführten Kommissar Reynolds zu finden. Vielmehr den pensionierten ehemaligen Kommissar. Der Entführer scheint sowohl mit den drei Fragezeichen als auch mit dem Ex-Kommissar ein paar Rechnungen offen zu haben.

Was die Drei aber auch nicht wirklich weiterbringt. Sie hetzen von einem Ort zum anderen, weil sie die verschlüsselten Botschaften des Verbrechers zwar decodieren; doch sie kommen immer zu spät, um ihn zu schnappen.

Der Verbrecher als Marionette

Als sie ihn doch endlich dingfest machen, stellt sich heraus, dass der Verbrecher selbst nur eine Marionette eines viel gerisseneren, gefährlichen Mafia-Bosses ist.

So weit so gut, wenn auch irgendwie leicht verwirrend. Aber vielleicht war ich im Mittelteil zu müde.

Die drei ??? als Verbrecher – Straße des Grauens

Was ich irgendwie gar nicht witzig finde, ist: Justus überschreitet im Buch von Karl Erlhoff auf der Jagd nach dem Entführer ziemlich massiv das Gesetz, die jungen Detektive setzen sogar scharfe Waffen ein, die ihnen der Verbrecher im Hintergrund hatte zuspielen lassen.
Das mag für einen Erwachsenen-Krimi ja noch angehen, dass der private Ermittler mal Fünfe gerade sein lässt – bei einem Jugendkrimi finde ich das zu platt und zu gefährlich. Und dass Kommissar Cotta das am Ende wieder einbiegt und die drei ??? nicht wegen ihrer Gesetzesverstöße zur Rechenschaft gezogen werden – das ist unglaubwürdig.

Aber, wie gesagt, es ist ein echtes Drei-???-Buch und damit für die Fans der Reihe dennoch einfach Pflicht.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

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