Der Heilige Deix – ein Karikaturist mit höhren Weihen

Der Heilige Deix

pixabay.com/ClkerFreeVectorImages

Ein Karikaturist als Fegefeuer? Natürlich! Und so bleibt der katholischen Kirche im Falle Deix auch gar nichts anderes übrig – als ihn geduldig in seiner Häme zu schmoren. Aber bis es so weit ist, siedet der olle Deix die Kirchenvertreter in heißem, heiligen Öl.

Der Heilige Deix schlägt zu

Wen der Heilige Deix mal aufs Korn nimmt, den lässt er nimmer aus – schon gar nicht solche herzerfrischenden Einrichtungen wie die katholische Kirche österreichischer Provenienz. Die hat, so sieht es der österreichische Karikaturist, ja nun reichlich Dreck am Stecken. Also macht sich der Zeichner mit der spitzen Feder so lust- wie qualvoll über sie her.

Und nichts lässt er aus: Frauen im Priesteramt zum Beispiel. Das Grummeln im ehrwürdigen vatikanischen Männerbund darüber überzeichnet er dabei ebenso wie den Spott über die seltsamen Folgen, sollten Frauen wirklich ins Priesteramt dürfen. Keine Seite wird geschont. Das geht so weiter bei Laien als Gottesleuten bis hin zum Fall verheirateter Priester.
Herrlich schräg ist das und herrlich überspitzt. Und doch wieder knochentief wahr.

Der Missbrauchskandal als Thema

Zu außergewöhnlicher Form läuft der Heilige Deix auf beim – klar – Missbrauchskandal in der römisch-katholische Kirche. Kopulierende Priester, Ministranten als sexuelles Freiwild, und kleine Mädchen als Ziel erotischer Aktionen. Motto: „Bist du lieb zu meinem Pimmel, kommst du sicher in den Himmel.“ Der Heilige Deix läuft zur Hochform auf.

Und das alles macht der Heilige Deix ganz selbstlos. Wie steht es so schön auf der Rückseite des Buches? Bischof Kurt Krenn zu Manfred Deix: „Vergessen Sie nie, von wem Sie das Talent haben, von dem da oben! Sie dürfen das Talent nicht missbrauchen!“
Antwort vom Heiligen Deix: „Das mach ich am liebsten!“

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

Kommentar verfassen