Buchvorstellung: Heidrun Böhm, Was die Weiber lieben und hassen

Was die Weiber lieben und hassen-cover-VLBBuchvorstellung: Heidrun Böhms Roman Was die Weiber lieben und hassen bietet uns ein exquisites Lesevergnügen …

Erschienen ist das Buch am 1.4.20015

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, am 1. April seine Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte (meist spektakuläre) Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen. Zielgruppe sind (oft leichtgläubige) Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen etc. Vor Auflösung des Schwindels sagt man z. B. April April.

Aprilscherze sind in den meisten europäischen Ländern üblich, verbürgt sind sie bereits seit dem 16. Jahrhundert.

Heidrun Böhm erzählt in ihrem Roman „Was die Weiber lieben und hassen“ die Geschichte von Rita, einer auf den ersten Blick normalen alleinstehenden Frau, die mit ihrem Leben gut zurechtkommt.

Ritas dunkles Geheimnis

Rita ist Altenpflegerin, leistet treu und bescheiden ihren Dienst, liest gerne Trivialliteratur und schreibt Kurzgeschichten. Rita hat ein dunkles Geheimnis. Sie kann nicht mit ansehen, wie alte kranke Männer im Altenheim in ihren Betten vegetieren.

Rita lernt eine bekannte Schriftstellerin kennen. Diese soll auf Grund unangenehmer Ereignisse in ihrem Privatleben eine Biografie schreiben, um ihre Leser nicht zu verlieren. Sie bittet Rita um Hilfe. Wird Ritas Geheimnis dadurch ans Tageslicht kommen? Oder gelingt es ihr, die Vergangenheit aufzuarbeiten, und ein neues Leben anzufangen?

Buchinhalt:

Kommissar Berger (Junggeselle) ist pensioniert und wohnt in Schrobenheim. Für ihn ist es eine Tatsache, dass es einen Fall gibt, den er nie gelöst hat. Ein Mann namens Gernot Winter wurde von seiner zweiten Ehefrau ermordet. Auch seine erste Ehefrau Barbara Winter hat versucht ihn zu töten, aber es gelang ihr nicht. Sie ist geflohen. Kommissar Berger konnte nicht ermitteln, wo sie sich aufhält.

Dieses Ereignis hat sich in seinem Kopf festgesetzt wie eine Klette. Er versteht nicht, dass dieser Fall abgeschlossen und nur noch eine Erinnerung ist. Die zweite Ehefrau ist schon längst im Gefängnis.

Der demente Kommissar

Ein Arzt stellt fest, dass Berger dement ist. Er kommt in ein Altenheim. Dort sucht er weiter nach Barbara Winter.

Eine seiner Betreuerinnen ist Rita Krämer. Rita ist im Laufe vieler Jahre bei ihrer Arbeit im Altenheim abgestumpft. Sie gibt alten pflegebedürftigen alleinstehenden Männern tödliche Injektionen. Dafür hat sie ein Motiv, das in ihrer Kindheit liegt. Ihr Vater hat sie missbraucht. Und als ihre Mutter es bemerkte, hat sie ihn vergiftet.

Der Harry ist nicht treu

Rita liebt Trivialliteratur. Sie lernt die Schriftstellerin (Corinna) kennen, und befreundet sich mit ihr. Corinna ist erfolgreich, in ihrem Beruf, hat aber einen Mann, (Harry), der auf ihre Kosten lebt und sie letztendlich mit Veronika, der Gattin eines Zickenhausener Millionärs, betrügt. Er fährt mit seiner Geliebten an den Gardasee, wo er versucht, einen Tresor für sie zu stehlen, da es ihm an Geld fehlt. Er fällt mit dem Tresor eine Treppe hinunter und wird verhaftet. Corinna und Harry trennen sich. Corinnas Verleger rät ihr, eine Biografie zu schreiben, und so ihre Karriere zu retten. Dadurch kommt zutage, dass Rita und Corinna sich als Teenager kennengelernt, aber bald wieder getrennt haben.

Corinna möchte nun mehr aus Ritas Kindheit erfahren. Rita versucht, aus verständlichen Gründen, sich davor zu drücken.

Berger will den Fall lösen

Kommissar Berger flüchtet indessen immer wieder aus dem Altenheim. Er will seinen Fall lösen. Aufgrund seiner Demenz ist er nicht fähig, an etwas anderes zu denken.

Dabei trifft er eines Tages auf Barbara Winter, die noch einmal von Rio zurückkam, um ihre alte Heimat zu sehen. Berger erkennt sie nicht. Barbara kehrt erleichtert für immer nach Rio zurück. Berger stirbt kurz darauf. Zwischen Corinna und der Freundin ihres Mannes, die im selben Ort wohnt, kommt es zu einer Konfrontation, in die Rita unfreiwillig mit einbezogen wird. Rita entschließt sich dazu, Corinna nichts von ihrer Vergangenheit zu erzählen.

Bei einer Lesung lernt Corinna einen Buchhändler kennen, heiratet ihn, und gibt das Schreiben auf. Rita hat sich an einem Schreibwettbewerb für satirische Kurzgeschichten beteiligt und gewinnt den ersten Preis. Sie hängt ihre Arbeit im Altenheim an den Nagel und wird eine bekannte Satirikerin. Das Bedürfnis, alte kranke Männer zu erlösen, hat sie danach nicht mehr. Harry wird im Gefängnis Weltmeister im Dauerbankdrücken, heiratet nach seiner Entlassung erneut und lebt in Frankfurt. Am Ende treffen sie sich alle im Altenheim in Zickenhausen wieder …

Oder: Mein neues Buch…Was die Weiber lieben und hassen erscheint am 1.April 2015 im AAVA- Verlag.

Auszug aus Wikipedia : Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, am 1. April seine Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte (meist spektakuläre) Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen. Zielgruppe sind (oft leichtgläubige) Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen etc. Vor Auflösung des Schwindels sagt man z. B. April April. Aprilscherze sind in den meisten europäischen Ländern üblich, verbürgt sind sie bereits seit dem 16. Jahrhundert.

Lasst euch überraschen!

Charaktere:

Der kleine Kommissar: (Herr Berger, der Verwirrte, der eine bestimmte Person immer noch sucht, wie war ihr Name? ….ach ja, Barbara Winter.)

Der kleine Mann hatte eine blank polierte Glatze, seine Stirn war von tiefen Falten durchzogen. Unter seinen blauen Augen lagen schwarze Schatten und seine Mundwinkel hingen nach unten. Er räusperte sich verlegen und sah Rita Hilfe suchend an. „Ich finde mein Zimmer nicht“, sagte er mit rauer Stimme. „Kommen Sie mit, Herr Berger, ich zeige Ihnen, wohin Sie gehen müssen.“ Rita packte den kleinen Mann, den sie schon oft auf sein Zimmer gebracht hatte, energisch am Arm und drängte ihn in den Fahrstuhl, der eben angekommen war. „Ich bin Kommissar Berger“, sagte der kleine Mann mit einem gefälligen Lächeln, als der Fahrstuhl anfuhr.„Und ich bin Rita Krämer, Altenpflegerin und Botin des Altenheims im Dauerdienst“, brummelte Rita.

Rita, Altenpflegerin und Pseudoschriftstellerin, die Frau, die Böses? tut.

Ich habe keine Lust mehr auf Drama und Auseinandersetzung, oder auf das Warum, wie und Weshalb. Unsere eben beendete Beziehung steht mir bis zum Hals, und ich muss meinen Oberkörper wieder frei machen, um es bildlich auszudrücken. Wenn du deine Jacke und deine Krawatte, sowie deine Unterhose nicht bei mir vergessen hättest, würde ich mich nicht mehr bei dir melden.

Reiche Schriftstellerin

Corinna: (die Schriftstellerin) schreibt Trivialliteratur und verdient damit viel Geld:

Corinna sah anders aus, als Rita sie sich vorgestellt hatte. Ihr halblanges blondes Haar glänzte silbern im matten Studiolicht und umhüllte ihren Kopf wie eine Haube. Die vergissmeinnichtblauen Augen wirkten glanzlos. Und um ihren Mund mit den schmalen rot geschminkten Lippen lag ein kleiner bitterer Zug. Sie saß in einem gelben ausladenden Sessel und hatte die Beine übereinander geschlagen. Rita musterte ihre rundliche Figur. Tatsächlich hatte sie gedacht, Corinna wäre eine Schönheit mit ebenmäßigen Gesichtszügen, blonden Locken, die ihr bis auf die Schultern fielen, und der Figur einer Barbiepuppe. Auf jeden Fall sahen Corinnas Protagonistinnen in Ritas Fantasie so aus. Eventuell war Corinna ein Gourmet und schätze gutes Essen ebenso wie sie. Der Gedanke, dass sie etwas mit ihr gemeinsam haben könnte, gefiel Rita.

Ihr Mann Harry http://www.pressenet.info/pr-2012/literatur/alte-liebe-rostet-nicht.html

Anhand dieser Kurzgeschichte habe ich den Protagonisten Harry geschaffen.

Er war ein attraktiver Mann, der von den Frauen beachtet wurde. Wenn er sich in seiner ganzen Männlichkeit vor der Achterbahn präsentierte, sahen ihn die Frauen bewundernd an. Er reckte die Schultern und spielte mit den Muskeln seines breiten Oberkörpers, die unter dem engen T-Shirt deutlich hervortraten. Dann lächelte er gefällig.

Viele Damen wurden bei seinem Anblick schwach, und wollten eine Fahrt mit der wilden Maus machen. Dann half er ihnen galant in den Sitz, und wenn eine der Frauen die ihm gefiel, ängstlich blickte, sagte er: „Keine Panik, die Achterbahn ist lange nicht so wild wie ich.“ Daraus ergab sich manche flüchtige oder intensivere Begegnung, mit den durchgeschüttelten Frauen, die in Harrys Wohnwagen stattfand. Harry vermisste seinerzeit nichts. Er war mit seinem Leben zufrieden. Und keine der Damen hatte an seinem Nachnamen etwas auszusetzen. Hier waren andere Dinge wichtig.

Frei erfunden

Der Buchhändler: Corinnas zweiter Gatte. Diesen Mann kenne ich nicht…frei erfunden.

Er liebte Bücher mehr als Frauen. Bücher hielten still, beanspruchten nichts, ließen sich in eine Ecke legen, wenn man sie nicht brauchte, und standen zur Verfügung, wenn man Sehnsucht nach ihnen hatte. Davon abgesehen, sie redeten nicht. Seine Frau redete fortwährend. Wie ein Buch redete sie. Und dabei las sie wenig.

Veronika: Ist an Harry sehr interessiert.

Sie wackelte beim Gehen hin und her wie eine gemästete Ente, ihre Augen waren glanzlos und ohne jeden Ausdruck. Von ihrer attraktiven Erscheinung war nichts übrig geblieben.

Veronika nahm Harrys Hand und drückte sie fest. In ihren wundervollen Augen glitzerten Tränen. „Da haben wir beide dasselbe Problem, das dachte ich mir. Ich habe bemerkt, Sie sind immer alleine hier. Mein Mann interessiert sich auch nicht für mich. Er ist ständig auf Geschäftsreise.“

Die Autorin

Heidrun Böhm, geb. 1953 in Albstadt war Mitglied der Autorengruppe Zimmerer in Albstadt.

Mit dem Schreiben angefangen habe ich im Jahr 1986.
Motive finde ich im Alltag: ein Gespräch mit Freundinnen, oder mit meinen Angehörigen. Auch ein Ausflug, ein Spaziergang, und der Austausch mit anderen Autoren motiviert. Das Lesen vieler Bücher ist das A und O für Ideen Motivation, und deren Umsetzung.

An meinem neuen Buch habe ich ein Jahr gearbeitet. Zwischendurch sind wieder viele Kurzgeschichten entstanden, die fast alle veröffentlicht wurden.

Mein Buch ist erschienen als Taschenbuch und als E-Book in der Kinde Edition.

 

 

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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