Blyton, Enid: Geheimnis um eine Tasse Tee

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Der Kinderbuchklassiker der englischen Autorin Enid Blyton führt ins Theatermilieu – wer beraubte den Theaterdirektor?

Goon ist voll daneben

Das geht voll daneben: Der ungeliebte Dorfpolizist Goon geht in Urlaub und bekommt Pippin als seinen Vertreter. Und das Letzte, das Goon vor seinem verschwinden macht: Er warnt Pippin vor den Spürnasen. Klar, dass Dicky, Daisy, Larry, Pip und Betsy es dem Neuen gleich mal so richtig zeigen wollen. Und was bietet sich da an? Das, was sie schon ein paar Mal sehr erfolgreich bei Goon gemacht haben: falsche Spuren und Indizien auslegen. Aber, wie es der Zufall so will. Sie wählen sich für ihre Spuren den Ort eines wirklichen Verbrechens; allerdings ohne es zu wissen. Das neue Geheimnis beginnt.

Falsche Spuren

Doch manche der Spuren passen auch wie die Faust aufs Auge und lassen zwei Schauspieler höchst verdächtig erscheinen. Die nette Lucy und den geistig zurückgebliebenen Boysie, der eine Katze im Katzenfell spielt.
Was ist passiert? In einem Theater, in dem eine Gruppe Schauspieler mit einer Komödie auftritt, wird der Theaterdirektor beraubt. Jemand setzt ihm eine Tasse Tee mit einem Schlafmittel vor, nimmt den Schlüssel an sich, öffnet den Safe und klau die Einnahmen mehrerer Tage.

Nun ist der Direktor nicht sonderlich beliebt, alle Schauspieler hassen ihn. Und nur die Schauspieler wissen genug, um den Diebstahl begehen zu können.

Goon kommt zurück

Auf dieses Verbrechen kommt Pippin, als er sich auf die Lauer legt – am Theater, wohin ihn die Spürnasen gelockt haben.
Klar, dass Goon sofort seinen Urlaub abbricht und den Fall übernimmt. Seinen Vertreter Pippin zieht er von dem Fall ab.

Pippin ist aber viel netter, als die Spürnasen angenommen haben. Er arbeitet mit den Kindern zusammen, Die erfahren so immer brandheiß, woran Goon herummurkst. Und es wird wirklich gefährlich: Alles deutet darauf hin, dass dem Direktor Boysie den Tee brachte und ihn Lucy ausraubte. Doch die beiden bestreiten das vehement.

Goon beim Murksen

Goon verdächtigt natürlich die beiden, auf die sich zudem alle gefälschten Indizien verdichten. Die Spürnasen sind überzeugt: Die beiden waren es nicht. Sie überprüfen die Alibis aller anderen Schauspieler – aber, es ist wie verhext: Alle scheinen ein wasserdichtes Alibi zu haben. Nur die beiden Hauptverdächtigen nicht.

Da hat Betsy, die jüngste Spürnase, wieder mal einen Geistesblitz. Dicky, der Chef, nimmt ihn auf und bastelt daraus die Lösung des Falls.

Richtige Impulse

Das ist oft so bei den Geheimnis-Büchern Enid Blytons: Betsy und Dicky verstehen sich prächtig und beiden geben die richten Impulse für die Lösung der Fälle. Die anderen machen gerne mit, niemand neidet Betsy oder Dicky den Erfolg.

Zusammen mit Pippin nehmen die Spürnasen den Täter mit und eilen zu ihrem Freund, Inspektor Jenks. Der verhört gerade die beiden zu Unrecht verdächtigen Lucy und Boysie, die Goon zum Inspektor geschleppt hat.

Eine überraschende Lösung, die wiedermal die Spürnasen präsentierten; und die den doofen und fiesen Goon alt aussehen lässt.

Enid Blyton, Geheimnis um eine Tasse Tee, gebundene Ausgabe: 171 Seiten, Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 378175247X, ISBN-13: 978-3781752474.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ….

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