Blyton, Enid: Geheimnis um eine giftige Feder

Bild: pixabay.com/gdakaska

Bild: pixabay.com/gdakaska

Geheimnis um eine giftige Feder ist Enid Blytons vierter Band der Geheimnis-Serie. Diesmal geht es um einen fiesen Schreiber anonymer Briefe. Die Spürnasen ermitteln …

Glück für die Spürnasen

Die fünf Spürnasen haben wieder mal unverschämtes Glück – pünktlich zu den nächsten Ferien, wenn sie sich alle wieder in Peterswood treffen, gibt es das nächste Geheimnis zu lösen. Wie gut, dass in der Zeit, in der Dicky, Daisy, Pip und Larry im Internat sind, nichts passiert. Betsy, die als einzige daheim bleibt, ist zwar eine clevere Spürnase – aber so ganz alleine würde die jüngste Spürnase die verwickelten Fälle sicher nicht lösen.
Aber zu Fünft sind sie unschlagbar – vor allem, weil sie dazu noch Dickys Scotch Terrier Scotty dabei haben.

In der Nachbarschaft

Praktisch ist es auch, dass die Geheimnisse immer in der Nachbarschaft der Spürnasen passieren. Diesmal kursieren anonyme Briefe, geschrieben mit quasi giftiger Feder, die fiese Details aus der Vergangenheit so mancher Person in Peterswood enthüllen und den armen Menschen damit traktieren. Etwa Gladys, das Dienstmädchen der Hiltons.

Erwachsene bremsen

Das sind die Eltern von Pip und Betsy, und deshalb bekommen sie hautnah das mit den Briefen mit. Alleine dazu gehört schon eine ziemliche Schlauheit, denn die Erwachsenen wollen nicht, dass die Kinder Wind davon bekommen.
Einerseits ist das Thema der unappetitlichen Anschuldigungen nichts für Kinder – finden die Erwachsenen.

Der fiese Goon

Andererseits hat Dorfpolizist Goon die Ermittlungen aufgenommen – und der drängt die Eltern der Kinder, nichts zu verraten. Das hat seinen Grund: denn Goon, der mit Spitznamen Weg da heißt, ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Darauf deutet schon sein Spitzname hin – er ruft immer „Weg da!“, wenn er die Kinder sieht. Zu seinem Pech sind die Kinder schlauer als er, und Scotty hat ihn zu seinem Lieblingsfeind erkoren und stürzt sich ständig auf die Hosenbeine des Polizisten.

Schlaue Kinder bei Blyton

Und weil die Kinder schlauer als er sind, haben sie schon drei Fälle vor ihm gelöst und haben dafür von Inspektor Jenks, ihrem Freund und Goons Vorgesetzten, höchstes Lob erfahren.

Und doofe Eltern

Eigentlich müssten die Eltern also wissen, dass die Kinder fit sind, den Schreiber der anonymen Briefe zu enttarnen. Und das machen sie am Schluss auch. Aber dennoch versuchen die Erwachsenen mit ihrer Heimlichtuerei und allerlei Verboten, die Kinder an der Ausübung ihrer detektivischen Pflicht zu hindern. Ganz schön doof.

Dazu gesellen sich auch noch ein paar Hürden bei den Entwicklungen, denen sehen sich die Kinder unversehens gegenüber, als sie es schaffen, die Briefe in die Finger zu bekommen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Gutes Ende

Dank Dickys Kombinationsgabe, Betsys Schlauheit und den Fähigkeiten aller anderen. Aber irgendwie sträubt sich das Geheimnis und wehrt sich dagegen, gelöst zu werden.

Nun, am Schluss gelingt es dennoch. Mit einem überraschenden Ende. Und wieder hat Mr. Goon das Nachsehen und Inspektor Jenks freut sich über seine schlauen, jungen Mitarbeiter.

Enid Blyton, Geheimnis um eine giftige Feder, gebundene Ausgabe: 174 Seiten Erika Klopp Verlag (2000), ISBN-10: 3781752445, ISBN-13: 978-3781752443.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

Kommentar verfassen