Blyton, Enid: Geheimnis um ein verborgenes Zimmer

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Die Enid-Blyton-Kult-Serie „Geheimnis-um“ beschäftigt sich in ihrem dritten Band mit einem verborgenen Zimmer. Eine harte Nuss für die fünf Spürnasen.

Gefährliches Abenteuer für die fünf Freunde

Im Band Geheimnis um ein verborgenes Zimmer geraten die fünf Spürnasen mit Hund wirklich in ein gefährliches Abenteuer – zumindest Dicky. Ausgerechnet, könnte man meinen, denn der etwas dickliche Junge hat sich endlich den Posten als Chef der Spürnasen erobert. Eigentlich erstaunlich spät, denn immerhin ist er der Cleverste. Aber er ist auch als fremder Junge beim ersten Abenteuer dazugestoßen – die vier anderen, die Geschwisterpaare Larry und Daisy und Pip und Betsy, kannten sich schon länger.

Und Dicky war erst einmal nur nervig; zu gerne prahlt er mit seinen unwahrscheinlichen Fähigkeiten und entnervt die anderen.

Entscheidende Anstöße

Allerdings: Er hat wirklich was drauf, hat bei den ersten zwei Fällen die Ermittlungen maßgeblich vorangetrieben und die entscheidenden Anstoße zu ihren Lösungen der Fälle gegeben. Da hat es Larry, der erste Chef der Spürnasen, zunehmend schwer, seinen Führungsrolle zu behaupten. Die hatte er während der ersten beiden Fälle auch nur, weil er der Älteste ist; und weil Dicky nicht der Beliebteste ist. Nur Betsy verehrt ihn grenzenlos, weil er so schlau ist. Und weil er sie ernst nimmt, während die anderen, vor allem ihr Bruder Pip, sie allzu oft als Baby behandeln.

Dickys Trümpfe

Aber jetzt, zu Anfang des dritten Geheimnisses, hat Dicky wirklich alle Trümpfe in der Hand: Er hat sich in die Kriminalistik eingelesen – schließlich will er später mal ein Detektiv werden. Und nicht irgendeiner, nein, damit würde sich Dicky nie zufrieden geben. Nein, er wird der berühmteste aller Detektive.

Tolle Tricks des Chef-Detektivs

Er hat sich also erkundigt. Und er weiß, wie man sich verkleidet und hat auch entsprechende Verkleidungen. Und er hat auch sonst ein paar tolle Tricks auf Lager – das Schreiben mit unsichtbarer Tinte etwas oder den Trick wie man sich aus einem verschlossenen Zimmer befreit.

Doch ehe Dicky eine Tricks verrät, lässt er sich zum neuen Chef wählen. Klar. Denn umsonst gibt es Dickys Expertenwissen nicht. Aber Larry ist ein großzügiger Verlierer und überlässt Dicky die Führung. Insgeheim hat er wohl geahnt, dass Dicky der bessere Chef ist.

Enid Blytons genaue Charakterskizzen

Enid Blyton hat mit ihrer Geheimnisserie, das erste Mal im Erika Klopp Verlag im Jahr 1954 erschienen, stimmige und genaue Charakterskizzen ihrer Kinder-Helden gezeichnet. Das ist umso erstaunlicher, da sie so viel und schnell schrieb. Aber oberflächlich ist das nie.

Im Gegenteil, es wird, nach einiger Zeit, richtig schön spannend. Weil Pip nämlich, ganz zufällig, ein verborgenes Zimmer in einem leerstehenden Haus entdeckt. Als Dicky es erkundigt, fällt er einer finsteren Bande von Kunstschmugglern in die Hände. Aus seiner Patsche helfen ihm nicht einmal seine genialen Fähigkeiten als Detektiv. Zunächst.

Dicky schafft es

Doch der Junge behält einen kühlen Kopf und befreit sich doch; gleichzeitig sperrt er den ungehobelten und kinderfeindlichen Dorfpolizisten Goon im Keller des Verbrecherhauses ein.

Nun ja, die Kinder haben am Schluss wieder die Nase vorne und lösen auch diesen Fall. Sie bekommen, wie immer, höchstes Lob von Inspektor Jenks. Und Goon, den sie wieder mal ausgetrickst haben, schaut ein weiteres Mal durch die Finger.

Enid Blyton, Geheimnis um ein verborgenes Zimmer, Taschenbuch: 165 Seiten, Erika Klopp Verlag; Auflage: 1 (2000), ISBN-10: 3781752437, ISBN-13: 978-3781752436.

Bruder Lustig

Bruder Lustig ist Journalist und Autor. Am liebsten schreibt er spinnerte Geschichten für kleine und große Kindsköpfe – früher Kinderbücher und Märchen, heute Schnurren und Satiren ....

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